320 Mai 1593.
hören. Das wird seitens der übrigen Orte gebilligt. «. In Betreff der in Umlauf befindlichen schlechtund falschen Münzen wird beantragt, jedes Ort soll auf die Verbreiter derselben Acht haben und sie «achVerdienen strafen. Auf nächster Jahrrechnung will man eine gemeine Verordnung darüber erlassen. «I. Solo-thurn eröffnet vor den übrigen V katholischen Orten: Schon vor einiger Zeit habe der König von Navarradie Herren Cardinal von Conti, dessen Bruder den Marschall von Ratz und Marquis de Pisana an de»Papst abgeordnet, um ihm seine Anliegen und Beschwerden zu eröffnen, die aber noch zu keiner Audienz Hab"'gelangen können; Solothurn beantrage daher, den Papst durch ein Schreiben zu ersuchen, jene Gesandten an-zuhören und ihr Begehren den katholischen Orten mitzutheilen, damit sie sich darnach zu verhalten wisse»'Wird in den Abschied genommen, e. Es wird eine Tagsazung der sechs katholischen Orte »ach Lucern »»lden 30. Mai angesezt.
2,t2.
Conferenz von sechs katholischen Orten.
Lucern. 1593, 31. Mai.
Ttaatbarchlv Lucern: Allgem. Ablchiede I'?». 272. — Lucerner Abschied« <Z. 22!>.
Gesandte: Lucern. Ludwig Pfyffer, Ritter, Schultheiß und Pannerherr; Jost Krepsinger, Ritter, Stadt-fähnrich, alt-Schnltheiß; Niklaus Krus; Jost Holdermeyer, Sekelmeister; Niklans Schumacher, alle des Raths'Uri. Ambros Püntiner, Ritter, alt-Landammann; Martin Schick, des Raths. Schwhz. Rudolf Redi»3'Ritter, Landammann, Pannerherr; Johann Gasser, Ritter, alt-Landammann. Unterwalde». Kaspar Ja^Landammann, von Obwalden; Johann Waser, Ritter, alt-Landammann und Pannerherr, von Nidwalde»'Zug. Hauptmann Heinrich Elsener, Ammann. Freiburg. Christof Reiff, des Raths.
». Betreffs der vom Herzog von Savoyen und vom König von Navarra begehrten Aufbrüche und der FriedetVermittlung in Frankreich wird beschlossen, eine daherige Zuschrift an den Papst zu erlassen und denOrten, welche die lezte Tagsazung nach Baden ausgeschrieben hatten, in folgendem Sinne zu antworten: llsta»würde die Absendnng von Zuschriften an beide Parteien in Frankreich gern sehen, wenn man nicht bereits »»den Papst das Ansuchen gestellt hätte, die in Rom befindlichen Gesandten des Königs von Navarra anzuhd»»"'es lasse sich vermuthen, der König werde zur katholischen Religion übertreten, und das wäre der bestezum Frieden; man wolle indessen die Antwort aus Rom abwarten. I». Obschon die Gesandten in Bctul!der du mayne'schen Kriegsansorderungen keine Instructionen haben nnd auch die betreffenden Hauptlcute dies!»'»mit keinem Begehren eingekommen sind, wird doch beschlossen, dem Nuntius, wenn er in's Land zu konn»e»wünsche, um zu unterhandeln, sicheres Geleit zu ertheilen. Dabei wird der frühere Beschluß, auf die geistlich»"Einkünfte Beschlag zu legen, sofern er mit den Ansprechen« sich nicht abfinden wolle, bestätigt. (Wegen dicst»Ansprachen wurden am 8. Juni von den V katholischen Orten Zuschriften erlassen an den Papst, »n ^Cardinalcolleginm, an die ^ormaniaa der Cardinäle in Rom, an Cardinal Paravicini, an de»
Protcctor Cardinal Borromäus und an den Nuntius Odcscalco in Como). r. Da Oberst Gallati vonsich öffentlich rühmt, daß er als Oberst im Dienst des Königs von Navarra angestellt sei, daß er ein stattlich^Regiment Eidgenossen dahin führen wolle und Einige aus den katholischen Orten wisse, die mit ihmwerden, so wird das mit Verwunderung vernommen, indem man zugleich besorgt, es möchte dieses bei alle»