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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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Juni 15gH. 29t,

andern Orten darlege» können; es soll auch nicht mehr gestattet sein, einen Landvogt zum zweiten Mal^ ^wählen. il. Die Gesandten des Erzherzogs Ferdinand von Osterreich und des Bischofs zu Constanz""d der vorderösterreichischcn Länder und Stände, nämlich Hans Jakob Sigelmann, österreichischer Rath, Hans''dtvig Heideck, Schultheiß zu Waldshut, Ludwig Eggs, Amtmann zu Nheinfeldcn, Hartman» von Hallwyl,^stchordens'Commenthur zu Bcuggen, Christof Thnmb von Nenbnrg, Dentschordens-Conimenthur zu FreibnrgBreisgan, Hans Thiiring Reich von Reichcnstein, sowie Abgeordnete von beiden Städten Freibnrg undHann stellen nach Überreichung ihres Credenzbriefs, <1. <l. Ensisheim 2I>. Juni, das Gesuch um Abordnung^ eidgenössischen Gesandten, um den ausbrechenden Krieg mit der Stadt Straßbnrg wegen der Bischofswahl' ^n zu helfen und um Verschiebung des in einigen Orten beabsichtigten Aufbruchs. Nachdem nun beschlossen^den, daß ein Gesandter von jedem Orte auf den 23. Juli sich in Basel einfinden soll, um von da aus zu^inittlung eines Friedens in beide Heerlager sich zu verfügen, wird an die beiden Städte Zürich und Bern,einen Aufbruch zur Untcrstiizung derer von Straßbnrg veranstalten, die Anfrage gestellt, ob sie ungeachtet^ beschlossenen Gesandtschaft mit ihrem Aufbruch fürfahrcn wollen oder nicht. Beide antworten, daß sie von^e»i l».,, Straßbnrgern gemachten Versprechen nicht wohl zurüktreten dürfen und daß die Vorbereitungen zu" Aufbruch ihnen bereits bedeutende Kosten verursacht haben; übrigens halten sie dafür, daß ihr Aufbruch^beu der Gesandtschaft, zu der sie» gerne mitwirken wollen, gar wohl bestehen könne, ja die gerechte Sache^ »och fördere; ihre Hülfstruppen werden auf ihrem Marsche den Angehörigen des Erzherzogs keinen"Mcn zufügen, sondern die dargereichten Lebensmittel pünktlich bezahlen und nur die mit ihnen verbündete^t Straßbnrg vor ferner» Unbilden schüzen. Die Gesandten von Lucern verwahren sich gegen die darausspringenden Folgen. Daher wird nun an Zürich und Bern nochmals das dringende Ansuchen gestellt, sieAchten den Abmarsch der Hülfstrnppcn verschieben, bis jene Gesandtschaft ihre Verrichtungen beendigt habe.' ^er spanische Ambassador della Croce trägt vor, er habe während der zwei und zwanzig Jahre seinerksandtschaft schon mehrmals da? Glük gehabt, durch sein« Nathschläge Unglük in der Eidgenossenschaft abzu-^"den; auch jezt wieder drohe den Eidgenossen eine Vcrwiklnng in einen fremden Krieg, indem Zürich unddie Stadt Straßburg wider das Bisthum, auf welches der Cardinal von Lothringen billigerweise erwählt°^e» sei, zu unterstüzen im Begriff stehen; er könne aber die Versicherung geben, daß jenem Cardinal dieÄstigsten Fürsten beistehen werden und daß die von Straßbnrg umsonst auf die Hülfe des Fürsten vonden man auch König von Navarra nenne, bauen und nur ihre Freunde mit sich in's Unglük ziehen.Ermahnungen und die wohlwollenden Gesinnungen des Königs von Spanien und des Gubernators zu"plaud werden ihm verdankt, t. Ein vom Secretär der französischen Gesandtschaft, Vigier, überreichtes^ppeibe» des Herrn von Sillcry vom l>. Juli, worin ex sich über Feindseligkeiten von Seite der Grafschaftststmd, Verarreftirung von Waffen und daherigcn Bruch der Neutralität beschwert, wird in den Abschied"l»men. Der Gesandte der Stände der Grafschaft Burgund und des Parlaments zu Düle eröffnet,die Vorfahren des Kaisers und der Eidgenossen haben gefühlt, daß ein gcsöndertcs Volk schwach ist undkS durch Bündnisse mit Andern sich stärkt; deßwegcn sei die Erbeinung zwischen den Eidgenossen und der

^ UMschaft Burgund aufgerichtet worden. Nach dem Tode des alten Grafen von Champlyte, der drei und^^'3 Jahre lang die Grafschaft als Gubernator mit Anerkennung regiert, habe der König dessen ältestendvn würdigen Nachfolger seines VatcrS, znm Gubernator ernannt. Da nun täglich Feindseligkeiten

^'>te des HerzogthumS Burgund und anderer Nachbarn gegen die Grasschaft vorkommen, so hoffe und