April 1592. 289
^ Gmcinde» gfcllig gail Vrj an ihro Gnieiiiden zcschiikhc» vnd dem gmciuea Mail Dsach rächt särthrage» vnd auch^richten.
So Hex Vetter Landtamman Waaser. »och hitt hemikhompt soll Vetter Comissarj Riscr nntsnmpt im dhahin farcn, wo^öcr »it khompt soll Houptma» 9äum old der Stadthnldter mit Conimissarj dahin sahren."
(Aathschlag voin 10. April 1592 im Rüthc- und Landtlcute-Protokoll des Nidwaldner Laiidesarchivs, Fol. 133. —^ Abschied fehlt).
2«t.
Abordnung der IV evangelischen Städte an den Kurfürsten von der Pfalz.
Keidefverg. 15i)2, 18 /3. bis 1K./6. Äpril.
StaatSarcliiv Bern, (^vangel. Abschiede I?. 585.
Jvhann Jakob GrhnänS, Pfarrer zu Basel, wurde von den IV evangelischen Städten nach Heidelberggeordnet und hielt in deren Namen folgenden Vortrag „in der Canzlei" daselbst:
Auf die Knude, daß Pfalzgraf Johann Casimir im verflossenen Januar gestorben und daß gemäß derEbenen Bulle Kaiser Karl IV. die Negierung in der Pfalz am Rhein an ihn, den gegenwärtigen Kur-übergegangen sei und daß er die Huldigung seiner Unterthanen bereits angenommen habe, haben die.^helischm Städte der Eidgenossenschaft sannnt dem Bürgermeister und Rath der Stadt Mühlhausen ihn"^geordnet, „in dem Kurfürsten zu condolircn und zugleich zu seiner Regierung Glük zu wünschen, in^ Hoffnung, der Fürst werde dieses wohlgemeinte Officium wohl aufnehmen; wofern er übrigens nicht als^ ^>cus sondern als Theologe die ihm aufgetragenen Sachen ausrichte, möchte man es ihm zu gute halten,^ab Auftrag seiner Principalen ihr tiefes Bedauern über den Hülscheid des Pfalzgrafcn Johann
AUnir aussprechen, der es mit allen Rechtgläubigen wohl genieint und in freundlichen Beziehungen zu denangelische„ Orten der Eidgenossenschaft gestanden habe; da nun aber er (der jczige Kurfürst) vom kursürst-^ Thron Bcsiz genominen und mit Gnade und Ernst sich anschike, vor allen Dingen Gottes Ehre zu be-^rii, „„d durch ein öffentliches Ausschreiben zur evangelischen Confession sich bekenne, so gereiche ihm dashöchste« Ruhm und gebe den evangelischen Orten Ursache, ihre Hoffnung ganz besonders auf ihn zu. ^ Deßhalb wünschen ihm seine Principalen von Gott den Segen, welchen David seinem Sohne Salomonhatte. Da es unverborgen sei, daß der Fürst wegen der reinen christlichen Lehre, welche auch in^ Langfischen Städten, und Landen der Eidgenossenschaft cinmüthig verkündet wird, von solchen, welcheunwissenden Eifer getrieben werden, vielseitig angefochten werden möchte einerseits durch Wohltust, Ver-»nge„ der Welt Herrlichkeit, andererseits durch Haß, Untreue und Drohungen, so freue es die evan-bei ^ blühenden Jugend einen so fürstlichen, eifrigen Hcldenmuth und Sin»,
»iä ^ ^"hrheit zu verharre», so reichlich und gnädig verliehen habe, auch bezweifeln die evangelischen Orte»ich' ^ Anfechtungen wegen der Wahrheit die schönen Exempel frommer Könige in Israel
y, betrachten, welche sich von der Bckennung der Wahrheit weder durch Lieb noch Leid haben abwendig1-^" °ber abschrekcn lassen; habe ja schon sein Ahnherr, Pfalzgraf Friedrich III., ans dem Reichstag zu Augsburgsich herrliches Bekenntnis; seines beständigen Glaubens gethan, auch Pfalzgraf Johann Casimir habe
^ bvi, d^ ei„mK erkannten Wahrheit niemals abschrcken lassen, wofür er von seinen Feinden geachtet, vonVölkern mit Liebe gesegnet worden sei. Diesem Exempel seiner Vorfahren werde der Fürst unter Gottes
3?