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Januar 1591.
damit jedes Ort Mittel und Wege suche, wie das geraubte Geld dem Herzog von Parma zuriikerftattet werdenkönne. Auf das Begehren des spanischen Ambassadors verspricht Basel sodann, seine Verantwortung binnenvierzehn Tagen einzureichen, r. Der französische Ambassador, Herr von Sillery, dankt für den guten Willen,den die Eidgenossen gegenüber Frankreich erzeigen und von dem er den König in Kenntniß gesezt habe; sobalder Antwort erhalte, werde er sie mitthcilen; inzwischen stelle er die Bitte, man möchte In der guten Gesinnunggegen den König verharren. Die Angelegenheiten des Königs gewinnen von Tag zu Tag festern Bestand, stdaß er bald im Stande sein werde, seine Verpflichtungen gegenüber den Eidgenossen zu erfüllen. Weil »iaNjedoch vorsieht, daß man vor Abschluß eines Friedens nicht zur Bezahlung der Ansprachen werde gelange»können, so wird die Sache wiederum in den Abschied genommen, um vorerst die Antwort des Königs abz»'warten. «I. Gesandte der Stadt Genf tragen vor: Auf die freundliche Mahnung Zürichs an Syndic, Kleine»und Großen Rath der Stadt Genf, diese Tagsazung zu besuchen, um vielleicht einen Frieden zu Stande Z»bringen, haben dieselben gern entsprochen, denn sie seien schon deßwegen zum Frieden geneigt, damit sie s'^die 300,000 Kronen entschädiget werden, welche dieser Krieg ihnen bereits gekostet habe, ohne den erlittene»Schaden an Gut und Blut in Anschlag zu bringen. Es liege sodann auch im Interesse der Eidgenossensch»^'daß Genf, ihr Landesschlüssel, endlich vor ferner» Gewaltthätigkeiten gesichert bleibe. Nach diesem wird ei»eZuschrift der Königin Elisabeth von England, vom 18. Juli 1590, verlesen, worin sie die Eidgenossen erinah»^die Stadt Genf in Schuz und Schirm zu nehmen und dieses Bollwerk nicht den beiden Fürsten von Spa'»^und Savoyen preiszugeben, welche nach den Kronen von Frankreich und England dürsten und nicht ruhe»werden, bis sie auch die Eidgenossen unter ihre Botmäßigkeit gebracht haben. Der savoyische Ainbassad»"'Herr de la Bastie, erwidert, daß er sich höchlich verwundere, wie die Stadt Genf so unverschämt von eine»'Frieden mit so vielen unbilligen Conditionen sprechen dürfe, während sie selbst ihn früher ausgeschlagen h»^'überdieß habe Genf und nicht der Herzog den Krieg angefangen. Wenn die Eidgenossen eine ausführlichesAntwort wünschen, so werde der Herzog eine solche zu geben bereit sein, woraus sie dann ersehen können, >»^sehr er die Liebe und Wohlfahrt der Eidgenossen wünsche. Wenn sein Vortrag milder ausgefallen, als t»eübermüthigen Reden der Genfer, so sei das nur der Achtung zuzuschreiben, welche er gegen die Eidgenossehege. Nach vielseitigen Verhandlungen werden an den Herzog und die Stadt Genf Zuschriften erlassen, s^möchten nochmals beiderseits in Güte sich zu vereinbaren suchen, oder dann das Recht anrufen. Zugleichdie Sache in den Abschied genommen, damit sich jedes Ort bis auf nächste Tagsazung über die Mittel bcrathe,durch welche der Krieg und der Widerwille zwischen dein Herzog und Genf beigelegt werden können.tissin und Convent des Klosters Olsberg schreiben (18. Januar), man möchte die Appellation gegen ^Urtheil annehmen, welches von den Richtern zu Basel in Betreff des Arresthandels zwischen dem Kloster »»Hans Jakob von Offenbnrg erlassen worden sei, oder dann Bürgermeister und Rath der Stadt Basel dah'»vermögen, daß sie ihren genannten Burger zur Billigkeit weisen. Antwort der Gesandten von Basel: ^habe», da das Begehren der Äbtissin gegen die uralten Übungen und Freiheiten der Stadt Basel sei, ^'»^Instruction, lassen es daher bei den ergangenen Urtheilen verbleiben und erwarten, daß die Äbtissin abgewiese"werde. Wird in den Abschied genommen, t Hans Bavier, alt-Burgermeister zu Chur, und Haupt»'»»"Tscharner eröffnen im Namen der III Bünde: Ihr Angehöriger, Joh. Baptist Pcllizari, der schon seit viele»Jahren nach Lyon handle, sei vor einiger Zeit in der Nähe benannter Stadt durch die Savoyer gcf»»^!genommen und troz mehrfacher Reclamationen noch nicht freigelassen worden. Sie bitten um Verwendung