September ISV0. 229
^sichert werde, ferner daß ma» dieses Kriegsvolk wiederum heimberusen möge, wenn man seiner bedürfe;
finde dicß viel „wcger", als in eigenen Kosten zn ziehen, was man doch auf die Mahnung Bern's^tte thun miisscn. Die Gesandten Berns sind in gleichem Sinne instruirt und haben Auftrag, die Sache^dern zn helfen. Der Gesandte von Glarus äußert, daß es bekannt sei, wie sein Ort nicht dieselbe^egenhcit wie die Städte zu einem Aufbruch habe und daß er deßhalb nur beauftragt sei, anzuhören und zu^eriren. Msel „nd Schaffhansen finden es bedenklich, den begehrten Aufbruch zu bewilligen, weil die IVadte von St. Mvriz ans an den Herzog von Savoyen um einen „Anstand" mit Genf geschrieben und weil"Uch genieine Eidgenossen von Baden aus den Herzog vom Krieg abgemahnt und ersucht haben, seine AnständeVilich oder rechtlich erörtern zn lassen. Der Herzog habe in seiner Antwort auf das erste Schreiben von°u>em Anstand Andeutung gemacht; wenn nun dessen ungeachtet die IV Städte einen neuen Krieg wider ihn^fangen, würde es ihnen um etwas „verwyßlich syn"; zudem sei dieser Aufbruch nicht nach dem Wortlaut^ Vcreinung begehrt worden; darnach hätte der Ambassador einen gemeinen eidgenössischen Tag dieser Sacheausschreiben lassen sollen, ans welchem Zürich, wenn auch mit Frankreich nicht wie andere Orte ver-übet, nicht ausgeschlossen wäre. Wen» dann auch nicht alle Orte ziehen würden, so wäre doch den andernabgeschlagen, sowie es auch früher wiederholt vorgekommen sei, daß die einen ausgezogen, die andern zu"sc geblieben seien; immerhin hätte dann der Herzog keinen Anlaß, nur die fünf evangelischen Orte anzu-digen, da der Krieg nicht ihr, sondern ein Krieg des Königs wäre. Bei dieser Ungleichheit der Stimmen>oclt es sich nun darum, dem Ambassador, den man hicher eingeladen hatte, um mit ihm zu tractiren, denIchlag so mitzntheilen, daß er nicht unwillig wird, um so mehr, da man die Huld dcS Königs, der^ er Religion ist, nicht verscherzen möchte. Daher wird ihm nun folgender Bescheid ertheilt: Der AufbruchK> Bern vorzüglich im Interesse der Stadt Genf begehrt worden; da nun aber seither der Herzog voneyen zn», Theil abgezogen sei und auf das Schreiben der IV Städte sich bereit erklärt habe, ihnen zu1^'" einen Waffenstillstand abzuschließen, so habe die Lage der Dinge sich geändert; man wünsche nun zuehinen, ob der Ambassador dessenungeachtet einen Aufbruch begehre, wohin er denselben brauchen wolle^ woher das Geld zu nehmen sei. Der Ambassador verbleibt bei seinem Begehren des Aufbruchs, da die>^)r fgr keineswegs vorüber sei, und wünscht eine schlicßliche Antwort ans der bevorstehenden Tag-zu Baden. — Inzwischen erstattet Hieronymus von Erlach Bericht über seine Sendung nach Pontarlier^ ^Verhandlungen mit Savoyen. Er meldet, daß der Herzog geneigt sei, den IV Städten zu Gefallen mitStadt Genf einen Waffenstillstand abzuschließen und darnach die Anstände gütlich oder rechtlich auszn-Z-s,» ^ ^ über von ihnen die Versicherung begehre, daß die Genfer während des Anstandes nichtssvs> ^ beginnen werden, ferner daß er binnen Monatsfrist darüber Bescheid begehre und daß man sichvergleichen möchte, wie lange der Anstand dauern solle, sowie über die Zeit, die Schiedlcute und die^ Zur rechtlichen oder gütlichen Erörterung der Sachen; die andern beiden Begehren, betreffendund Religionsfreiheit seiner Untcrthancn in den Vogteien Gex, Chablais und Ternier habe derverschoben, bis die Sache bezüglich dcS Anstandes berichtiget sei. Alt-Syndic Nosct, dem dieses AllesLeid biurde, beleuchtet nochmals in länger»« Vortrage die Besorgnisse und Wünsche der Stadt Genf, ihre
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daß u^rend der Belagerung und ihren Verlust an Gut und Mannschaft; er reclamirt gegen die Beschuldigung,hätte ^ ^udt Genf dem Herzog nichts gehalten habe; er bemerkt, daß der Anstand für sie keinen Werth
' ^e»n er nicht vor dein Herbst abgeschlossen würde, und schließt mit der dringenden Bitte, in ihrer Noth