Oktober 1589.
dem Grunde, weil der König von Navarra stets ein „Dnrchächtcr" der katholischen Religion gewesen sei »"^noch heutzutage bei der neuen Religion verharre. Die Gesandten Solothnrns dagegen schlagen vor, es möchteauch die andern Orte und Zugewandten, welche ihre Ehrenzeichen und Kriegsleute in Frankreich haben, de'förderlich zu einem Tag eingeladen werden, um sich zu einem einstimmigen Entschluß zu verständigen. Diese"Vorschlag lassen sich die freiburgischen Gesandten gefallen. I». Wegen des von Bern begehrten hülfliche"Zuzugs hat Zürich die Orte, welche die eingenommenen savoyischen Lande in ihren Schuz und Schirm a"!'genommen haben, ans den 9. October zu einer Confcrenz nach Aarau eingeladen. Weil nun aber Bern diese"Zuzug bereits wieder abgeschrieben hat und weil der Besuch dieser Tagleistung, wo alle übrige» Orte Z"^neuen Religion sich bekennen, bei den katholischen Orten Mißtranen erweken möchte, so wollen die beidenmit der veranlaßten Friedenshandlung sich ausreden und den Tag nicht besuchen. Daneben wird für nöth'iierachtet, weil durch diesen Krieg zwischen Savohen und Bern leicht eine Berthcuernng der Bictnalicn oderUnruhen im Baterland erfolgen könnten, auf einer gemein-eidgenössischen Taglcistnng Bern zu ermahnen,möchte dafür sorgen, daß seinetwegen nicht andere Orte mit den benachbarten Fürsten und Ständen in Kr>ei>gcrathen. Solothnrn soll demnach in dem Schreiben, worin es den Nichtbesnch der Cvnferenz zu Aarau c»dschuldigen wird, die beförderliche Ausschreibung einer Tagsazung begehren. «. Da dem Jakob Wabern, Sta^Halter der eidgenössischen Garde, ans der bnrgundischen Gränze durch den Herrn des Alismes, savoyischen BefehlHaber in Bresse, 5UV Sonnenkronen in Baar sammt zwei Pferden weggenommen worden sind, so wird Freibwü'das mit Savohen in Bündniß steht, ersucht, beim Herzog sich für Restitutio» jener Sachen zu verwendennicht entsprechenden Falls andere Maßregeln in Aussicht zu stellen. «I. Im Fall eine gemcin-eidgcnössi!^Zusammenkunft nicht bald zu Stande käme, die begonnenen Friedensuntcrhandlungen zwischen Savohen ""Bern ohne Erfolg wären und Bern neuerdings die beiden Städte um hülflichcn Zuzug anrufen würde, ^mögen leztere eine Zusammenkunft unter sich veranstalten, mit sich zu entschließen, wie man Bernoder was man ans sein Begehren ihm antworten wolle.
1»5.
Conferenz der fünf evangelischen Orte.
Harau 1589, V. Hctover (29. September alt. Kal.).
l?taata»r<htv Ullrich! Adlchlcddd. UN, S. 70 und «4.
Gesandte: Zürich. Kaspar Thomman, Bürgermeister; (Kvnrad) Großmann, „Schultheiß".(Anton) Gasser, Benner; Anton von Grafenried, Benner. Glarns. (Heinrich) Elmer, Sekelmeister.
Hans Jakob Hofmann; Melchior Hornlochcr, beide des Raths. Schaffhausen. (Hans Konrad) 'Bürgermeister.
Die fünf evangelischen Orte sind ans heutigen Tag zusammengetreten (Freiburg und Solothnrnihr Ausbleiben schriftlich entschuldiget), um sich darüber zu verständigen, wie man sich auf den F^'die Friedcnsuntcrhandlungen zwischen Bern, Genf und Savohen sich zerschlagen sollten und Bern die ^welche seine wälschen Lande in ihren Schirm aufgenommen, zum Schuz derselben wieder um Hülfe