September 1589.
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aus Genf mit Worte« und Werken etwas verloffen sei, worüber nicht allein die „gnieinen Kirche," sondernauch die Obersten und Kriegsregenten und folgcnds die gnädigen Herren selbst hohes Bedauern und Unwillen^"Pfunden haben. Nun sei verwichencr Tage eine Genfer Abordnung bei ihnen erschienen und habe neben^asfnung, in welchem Mangel an Proviant und Munition man sich in Folge dcS Krieges befinde, vorgebracht,^ sehr man den ohne Wissen und Billigung der Obrigkeit geschehenen Borfall beklage, zumal von Seitedag E„de des Krieges abgewartet werden wolle, ehe es in der Sache einen Entschluß fasse. Die dreiSM? bitten nun aber, die Religionsgemeinschaft, die VnndcSvcrhältnisse und die vielfachen Bcrkehrsbcziehnngenberiiksichtigen, in denen Bern und Genf zn einander stehen, und zu bedenken, daß aus einem zwicträchtigen^'hältnisse der Feind Vortheil ziehen würde, und daher alle Bitterkeit gegenseitig aus dem Sinne zu schlagen"»d es nicht die Unschuldigen entgelten zn lassen, was etwa unbesonnene, muthwillige und freche Menschensich aus Ungebührliches gethan haben. Hinsichtlich der mangelnden Munition und des Proviants seien"sel und Schaphausen bereit, Genf die nöthige Unterstüznng zn gewähren; allein da der Feind um Genf^Uini liege und Eile Roth thne, so ersuche man Bern, von seinen Porräthen auf beförderlichste Weise Genfwöchige zukommen zn lassen, man werde cS ihm wieder zurükerstattcn. — In Antwort hierauf geben^ihc und Burger zn, daß zwar Manches ohne der Obrigkeit „Berwilligung vnd Gehäl," aber kaum gegen^» Willen geschehen sei, ansonst sie Maßregeln dagegen getroffen haben würde, was nicht erfolgt sei. Jndcßman in Bcrüksichtignng der eingelegte» Fürbitte der drei Städte allen Unwillen, so aus diesem nnfrcnnd-^», verächtlichen Benehmen erwachsen sei, ablegen und Alles vergessen und verzeihe», damit in diesen triib-^ge» Zeiten ferneres, aus Uneinigkeit erwachsendes Unglük und Unheil vermiede» und gute Nachbarschaft,und bnndcsgenössische Treue und Bebe gepflegt werde. Bezüglich des Proviants entschuldiget sich Bernk'lienem daherigem Mangel, indem der lczte Krieg die alten Borräthc aufgezehrt habe, das neue Korn^ »och „icht gedroschen sei. Es ersucht daher Basel und Schaphausen, ihre zugesagte Hülfe an Genf bc-^rsainst zu bewerkstelligen.
III.
Confcrenz der beiden Städte Freiburg und Solothnrn.
Sololhurn. 1589, 4. syelover.
Ka»to»»archiv Solotknril! Nbschlldbd. 70.
, . sandte: Freibnrg. Hans von Lauten, genannt Heid, Ritter, Schultheiß; Peter Käncl, Sekelmcistcrcs Raths. Solothnrn. Stefan Schwaller, Schultheiß; Urs Snrh, alt-Schnltheiß; Wolfgang Degcnschcr,Deister; Urs zur Matten, des Raths.
dez - hatte diese Confcrenz begehrt, damit man sich darüber verständige, wie man sich in Betreff
Diensten befindlichen Kriegsvolks verhalten, ob man eS dort belassen oder znrükzichcn^eld ^ demselben zu den wohlverdienten Zahlungen verhelfen könnte. Die frciburgischcn Gesandten»>» I" ^ Herren und Obern sich entschlossen haben, ihre Haupt- und KricgSlcute heimzumahnen,^ Zahlungen anzuhalten und für die Heimziehenden die nöthigen "Paßporte anszuwirkcn, und zwar aus