Februar 1589.
»och mehr z» beschneide», so soll bei Abwägung derselben das französische Gewicht in Anwendung gebrachtwerden. Nach Verflnß eines Monats dürfen bei Strafe weder Franken noch Diken, die das gcsezniäßigc Gewichtnicht haben, ansgcgeben werden. Jedes Ort soll die zu leichte» Münzen nach dein Metallwerth einziehen ü»deinschmelzen. Der Gesandte von Basel, weil er zu einem Abschluß keine Bollmacht hat, nimmt den Borschlagin den Abschied. Jedes Ort soll seinen Entschluß darüber, ob ihm dieser Borschlag genehm sei oder nicht, a»Zürich mittheilen.
Gewichtsvcrhältnisse: Der Stadt Zürich Frankengcwicht ist ein halbes Korn schwerer als das französische,so man die 6 silber Pfenning, nach denen sy Iehtmaln Inn Frankreich gond vnnd man sy von einanndercn nimpt, absticht''Der Stadt Basel Gewicht ist 2 Korn leichter als das französische, ohne Abzng der li Pfenninge, nnd lKorn leichter ab'das Zürichcrgcwicht. Der Stadt St. Gallen Gewicht ist um Korn leichter als das französische. Der Stadt Bern Gewichtist dem alten sranzösischcn ohne Abzug der 6 Pfenninge gleich, also zu schwer. Der Stadt Lncern Gewicht ist dem Zürich^'gewicht fast gleich. — Der Stadt Zürich „Frankrycher Dicken alt gwichl" und das französische sind gleich; wenn man aberdie 4 Silbcrpfcnningc, wie jczt in Frankreich gebräuchlich, davon abzieht, so ist eS um ein '/, Korn zu schwer. Das Basels'gewicht ist nach dem französischen, wie man es jezt nimmt, um 2 Silberpsenninge zu leicht. Das St. Gallergewicht ist dc>"jqigen französischen fast gleich, gegenüber dem Baselcrgcwicht aber um 1 Silbcrpfenning zu schwer.
88.
Confercnz der V katholischen Orte.
Lucern. 158V, 7. März.
Staatsarchiv Lneern. Lucerner Abschiede 89. --- Allg. Abschiede I>l). 98^-81. Vandcsarchtv Rtdwalden.
Gesandte: Lncern. Heinrich Flcckenstein, Ritter, Schultheiß; Ludwig Pfyffer, Ritter, alt-Schnlth^'Pannerherr; Ulrich Dulliker, Benncr; Niklans Krns; Jost Holdermeher, Sekelmeistcr, alle des Raths,
Hans Jakob Troger, Ritter, Landammann; Martin Schick, des Raths. Schwyz. Kaspar Abyberg, La>'d'ammann; Christof Schorno, Ritter, alt-Landammann und Pannerherr. Unterwalden. Kaspar Jak^'Landammann, von Obwalden; Johannes Waser, Ritter, Landammann nnd Pannerherr, von Nidwalden.Kaspar Kling, Sekelmeister nnd des Raths.
»». Bezüglich des Begehrens des französischen Ambassadvrs um einen Aufbruch von Wlltt Eidgeiwss^^will man sich auf dem deßhalb nach Solothnrn ausgeschriebenen Tag in nichts einlassen, wenn nicht zuvor ^ausstehenden Forderungen an Frankreich berichtigt sein werden nnd der Ambassador die Erklärung abgeg^haben wird, gegen wen die verlangte Mannschaft gebraucht werden wolle, ja die V Orte sichern sich gcge»st>^zu, in dieser Sache einstimmig zu bleiben. Zu einem gleichen Berhalten will man auch Frcibnrg, Soloth»^'die Katholischen von Glarus und Appenzell, den Abt von St. Gallen und Bischof und Landrath von Wcü^zu bewegen suchen. I». Ans den 15. April sollen die Gesandten in St. Moriz sich einfinden, um denmit Wallis zu beschwören. Bezüglich des einzuschlagenden Weges soll es wo möglich bei der frühern Berabredung verbleiben, v. (S. u. Thurgan). «I. Der savvyische Ambassador, Herr von Pressy, berichtet, ^die Antwort des Herzogs ans das an ihn ab leztem Tage zu Baden erlassene Schreiben in Betreff der ^