März 1589. 149
stünde zwischen ihm und der Stadt Bern schon vor einige» Tagen in Zürich angelangt sei. Er mache diese^U'ffmnig, »in zn zeigen, wie offen der Herzog handle nnd wie wohlgesinnt er gegen die katholischen Orte^ Es wird in den Abschied genommen, das; der Herzog sich geniigend verantwortet habe und das; man das^nehmen Berns, welches den gemeinen Mann wider die Obrigkeiten »nd den Herzog anfwieglc, in dieser^che nicht billigen könne. Herr de la Motte, Gesandter des Herzogs dn Maine (Karl von Lothringen),^Uidcr des ermordeten Herzogs von Gnisc, gibt seinen Bortrag in den Abschied. Es wird ihm für sei» frcnndschastlicheS^"erbieten gedankt. Auch von andern Orten her wird berichtet, wie der Herzog dn Maine seines Bruders^"schuld beweise nnd was er dem König ans dessen PersöhnnngSancrbieten geantwortet, f. Da mancherleiSchmähungen wider den König von Frankreich ausgebreitet werden, als sei er ein Hngenot, Tyrann,Mörder s. >»., nnd das; es den katholischeis Orten nicht zn sonderlicher Ehre gereiche, mit einem solche»Fürsten in Bündnis; zn bleiben, so wird das in den Abschied genommen, damit die Obern bei den franzö-mchen Anwälten Bescheid begehre». Jedes Ort soll sich entschließen, was cö dem Prior der AugustinerHreibnrg schenken wolle nnd es »ach Luccrn schiken. I». Man wird jedem Ort eine Abschrift des Münz-Abschiedes z» Zürich vom 17. Februar in Betreff der leichten Franken »nd Diken mittheilcn, sammt demOrdneten Gewicht. JcdeS Ort soll dann seinen Bescheid darüber an Lnccrn melde», l. Mit dem päpst-'chen NuntinS wird Nüksprache genommen, auch wird an den Papst geschrieben in Betreff des Bischofs zn""stanz; denn man wünscht einmal zn wissen, ob ein ordentlicher Bischof ernannt werde, der zugleich i»"nstanz residire. It. Schwyz, Unterwalden nnd Zug wünschen Antwort, ob Lnccrn und Uri die Artikel""^»vinnien haben, welche sie, die drei Orte, zur Berinittlung der Anstände wegen des WvchenmarktS nnd"uikanfs vorgeschlagen haben. Uri erwidert, es habe, »in künftigen Mißverständnissen vorzubeugen, einige""bedeutende Worte daran geändert. Lnccr» weiß von diesen Abänderungen nichts nnd ersucht Unterwalden,förderlichst ihm die Artikel sammt den Abänderungen initzutheilcn. I. (S. ». Thnrgan).
Man sehe auch im Abschnitte HcrrschaftSangclcgcnhcitcn:
^'"bhrasschaft Thiirga». «-. Art. Iis. Abzug. I. Art. 549. Stiste und Klöster.
Zu Das daherige Schreiben an Appenzell ist abgedrukt bei Zellwcgcr: „Urkunden zur Geschichte des appenzcllischcnIII. I. S. 275.
^ ' Vortrag des Herr» de la Motte, Auibassador des Herzogs du Maine nnd der übrige» vereinigten katholische»^ l e». Znwte und Stände in Frankreich: Er zivcifle nicht, daß die katholische» Orte nicht von dem unerhörten Morde, der amund um Herzog von Gnise verübt morden, von verschiedenen Seiten her Bericht erhalten haben, sonne von der unbillige».) M'geuhnltung virler Fürsten, Prälaten, Edelleute und Bürger geistlichen und weltlichen Standes, die mit den General-z» i ^ ^'mikrrichs zn BloiS versammelt gewesen, »m die Wohlfahrt und Nahe des Landes und die Vertilgung der Kezercien''^"ben. Dieser Mord und diese »»christliche Gesangenschast haben die Versammlung dermaßen in Verwirrnng gebracht,^ ' """m nicht Gott und fromme Leute inner- »nd außerhalb Frankreichs hülsreichc Hand bieten, der gänzliche Untergangd;.s '"bolischkn Glaubens zn besorgen sei; denn ans den Handlungen des Königs lasse sich schließen, daß er mehr die Unter-^hat Katholiken nnd die Berbrcitung der Kezcrei, als etivaS Anderes im Sinnne habe. Statt die frühern glorreiche»bcs Herzogs zn belohnen, habe man ihn; so vergolten und lege ihm zur Last, daß er BöseS wider die Person des^ beabsichtigt habe. Hätte derselbe so etwas im Herzen gehabt, er hätte sich nicht allein in de? Königs Hände undde, begeben, nnd Niemand, der ihn gekannt, habe ihm eine solche Bosheit zugetraut; ja der König, wenn er demselbendachen hätte beweisen können, hätte wenigstens ein ordentliches Gericht über ihn ergehe» lassen sollen. Das hilsliche