Januar 1589.
139
82.
Cvnfcrenz der VII katholischen Orte.
Lucern. 1589, 19. Aanuar (Dienstag nach Irwin Iwguiu).
Staatsarchiv Liicer»! Luiemer Ndschiede (Z. ?t. Nllg-m. Avschiedc VV. Ii—ül.
Gesandte: Luccr». Heinrich Fleckenstein, Ritter, Schultheiß; Ludwig Pfyffcr, Ritter, alt-Schulthciß"ud Paniicrherr; Sebastian Feer, Pannerherr; lllrich Dnllikcr, „Vcnncrich"; NiklauS KruS; Jost Krcpsinger,bitter, Stadtfähnrich, alle des Raths. Uri. Sebastian Kuhn, Pannerherr; Kaspar Veßincr (Beßlcr), Sekcl-^kister, beide des Raths. Schwyz. 5kaspar Abybcrg, Landammann; Christof Schorn», Ritter, alt-Land-^»lann und Pannerherr. Untcrwaldcn. Kaspar Jakob, Landammann, von Obwalde»; Melchior Lussi,^'9er, Landamnian», von Ridwalden. Zug. Hans Rußbanmcr, des Raths. Freibnrg. Hanptniann„Bigelli" (Fcgeli), Ritter, des Raths. Svlvthnr». Hauptinann Lorenz Areggcr, Vcnncr und deS Raths.
Dieser Tag wurde hauptsächlich ausgeschrieben wegen der Einnahme der Markgrafschaft Salnzzo durchHerzog von Savvycn und der daraus hervorgegangenen Anstände zwischen Frankreich und Savoyen, ferner^'gen der Rachrichtcn über die Erniordnng der katholischen Fürsten, des Herzogs und des Cardinals von"'sc. Ejj beschlossen, ans Mittel und Wege zu sinnen, wie man die beiden Fürsten von Frankreich
""d Savoyen vereinbaren könnte, damit ein Krieg zwischen diesen den Eidgenossen verbündeten Fürsten verhütetali^. inzwischen jener leidige Fall eingetreten ist und man abwarten möchte, was die andern1 'Richen Potentaten dazu sagen und waö sonst etwa noch sich ereignen sollte, will man einstweilen auch des"Mische,, Handels sich nicht annehmen. Da übrigens die Zeitvcrhältnisse Besvrgniß erregend sind und man^ ""»>nt, daß die benachbarten Lutherischen Allerlei vornehmen, wird neuerdings für nothwendig erachtet, daß^ Vll katholischen Orte gemäß Bündnis; von 1586 treu und fest zusammenhalten, die KriegauSzügc erneuern""d anderes Zwekdienliche vornehmen. Mit dem spanischen Gesandten wird dariiber die nöthige Rüksprache^ ^Ucn; will man mit dein savoyischcn Gesandten thun, sobald er ankömmt. I». Dem Herzog von
Ehland wird gedankt für die Ausgleichung der Beschwerden der cnnctbirgischen Unterthanen. r. Da die^"össischcn Studenten im Collcginm zu Mayland und jene, die daS königlich spanische Stipendium daselbst^"'cßen, nicht nach Vorschrift gehalten werden und darüber vielerlei Klagen vorliegen, so werden der päpstliche^'"6 in Bezug ans das Geistliche und der spanische Gesandte in Bezug auf das Weltliche angegangen, für^ ^ "sc zu sorgen. Uri soll dem Sebastian von Bcroldingen, alt-Landschreiber zu Lauis, der nächstens andererSchäfte wegen über daS Gebijg reisen wird, die nöthigcn Vollmachten mitgeben. «I. Luccrn läßt seit einiger' ' ^'c zu leichten und beschnittenen Münzen aufwechseln und gibt mit etwas Verlust gutes Geld dafür. Es^ ^ vierzehn Tage dieses thue, hernach aber jene, welche solches Geld ausgeben, nach^ uhr bestrafen werde, «i. Es soll jedes Ort anordnen, daß die „Kümichziger" 86 H nnd die Sommerzigcr^ schwer gemacht werden, t. In die von Bern begehrte Beschirmung seiner savoyischcn Lande will man^ "«cht einlassen, vielmehr am Abschied vom 28. März 1579 festhalten, xx. (S. u. Thurgau). I». Bei