August 1588. 123
kamnile und den Gesandten, welche auf den 4./14. August nach Mühlhansen reiten werden, mitgebe. In Baselsolle» diese Gesandte» dann überlegen, ans welche Weise diese Beisteuer am besten und sichersten an den Ortihrer Bestimmung geschikt werden könne. (Das Schreiben der Prttdicanten zu Scdan vom 28. Juni im^'tmplar des Kantonsarchivs Basel).
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Conferenz der IX mit Frankreich verbündeten Orte.
Lucern. 1588, 1<». August.
AtaatKarkhiv Lncer». Lucernir Nbsch. tt. KZ. — ANg«m. Absch. KV. ZZ7. — Ennctbirgischc Absch. IV. !><!>.
Gesandte: Lucern. Ludwig Pfysfer, Ritter, Schultheiß und Pannerhcrr; Heinrich Flcckenstci», Ritter,^i-Schulchkiß. Sebastian Fecr, Panncrherr; Ulrich Dnlliker, Vcnner; Niklaus Krns; Jost Holdermeyer,^ekclmeiste^ alle des Raths. Uri. Walthcr Jmhvf, Statthalter; Heinrich Gchring, des Raths. Schwyz.Christof Schorno, Landammann und Pannerherr; Jost Schilter, des Raths. Untermal den. Kaspar Jakob,^ndannnan», von Obwaldcn; Melchior Lussi, Ritter, Landamman», von Ridwaldcn. Zug. Hauptmann^spar Meyenberg, des Raths. GlarnS. Melchior Hässi, Landammann. Frcibnrg. Hans Meyer,"rgcrmeistcr und deS Raths. Solothurn. (Entschntdigt). Appenzell. Hans Tanner, Landammann;^ha»n Bodmer, alt-Landammann.
Frcibnrg macht die Anzeige, daß es seinen Hanptleutcn in Frankreich bewilligt habe, die FähnleinMbst z„ ergänzen. Solothurn hat ans diesen Tag keinen Boten geschikt. Da nun leicht durch dieses Ab-wer» der zwei Städte eine Verhinderung in den Zahlnngen eintreten könnte, so wird darüber die Berwun-^"ug ausgesprochen. Weil übrigens Frcibnrg die Knechte noch nicht fortgeschikt hat, wird cS ersucht, cS einst-elle» »icht zu thun und in dieser Sache mit den übrigen Orten znsammcnznhalten; dasselbe wird auch anvlvthur» geschrieben. Im Übrigen wird der leztc Beschluß bestätigt, nämlich keine Knechte zu bewilligen und6 Reißlanfen in den Bogteicn zu verbieten, bis der König der Bcreinung nachkommt nnd die ausstehendenMillingen geleistet haben wird. Davon wird an den Abt von St. Gallen nnd an die Landvögte in Sargans,vcnithal nnd Thnrgau Mittheilnng gemacht. — Während dieser Berhandlnng langt der französische Ambas-Herr von Sillery, in Lnccrn an und eröffnet, daß es dem König gelungen sei, alle seine katholische»Rhaunen dnrch einen Frieden zu versöhnen »nd daß es ihm nunmehr eher möglich werde, seine Verpflich-te» gegenüber den Eidgenossen zn erfüllen. Die ersten 10(1,000 Kronen liegen in Lyon bereit und die andern,000 Kronen werden noch vor Ende des Jahres bezahlt werde». Antwort: Man habe erwartet, der König° die Zahlungen pünktlicher leisten, den» es würde dieß bei den Obrigkeiten nnd dem gemeinen Mann^o» Wige,, gemacht haben, man wolle übrigens alles mt rvkvroniinm nehmen. I». Auf die von St. Gallen"tela»gte Entschuldigung in Betreff der Unruhen im Lande Appenzell wird mit beiden Landainmännern vonpenM Rüksprachc genommen. Auch vernimmt man, daß neuerdings Aufreizungen nnd Unruhen dnrch Pre-v»n Gl. Gallen und ans dem Nhcinthal vorgekommen seien. Dieses wird den Boten von Appenzell in" Ebschied gegeben, damit Anstalten getroffen werden, daß jeder ruhig dem Bertrag nachlebe; denn wenn