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März 1588.
digen Willens des Königs nnd seines Eifers versichert sei». — Weil nnn bald die Landsgemeinde» abgehaltenwerden nnd damit man etwas Bestimmtes in den Abschied nehmen kann, werden einzelne Gesandte ausgeschossen,um mit dem französischen Ambassador das Nähere zu verhandeln, namentlich auf Bezahlung von 200,000Kronen ans Johanni zu dringen und von ihm zu vernehmen, wann die Salzanflagc anfange und wann dieAssignation der 10«,(IVO Kronen jährlich bezahlt werden soll. Nachdem von dem Gesandten keine weitereErklärung erhältlich gewesen, werde» ihm zuerst seine dieser Sache wegen gehabten vielen Bemühungen ver-dankt mit dem Beifügen, er möge beim König nnd dessen Räthen auswirken, daß die 200,000 Kronen unfehlbarauf Johanni bezahlt werden, man werde darüber auch an den König schreiben; er möge auch die Salzanflagcnnd die obbenannte Assignation beim König betreiben; sollten nur 100,000 Krone» bezahlt werden, so werdeman dieselben für die ausstehende» Zinsen und an Bezahlung der Hanptlente verwenden; seinen Vortrag wolleman übrigens n<! ralereinlum nehmen. I». In einer Zuschrift, erlassen aus Innsbruck am 8. März an dieXIII Orte, meldet Erzherzog Ferdinand zu Österreich, daß mit seiner Erlanbniß sein Sohn Karl, Markgrafzu Burgau und Landgraf zu Nellenburg, auf das Begehren des Herzogs Alexander zu Parma vorhabe, eineAnzahl Reuter sammt 15 Fähnchen hochdeutschen Kriegsvolks zn Gunsten des Königs von Spanien nach de»Niederlanden zu werben nnd zu führen, daß er die Musterpläze in den Breisgan gelegt habe und nnn dieseAnzeige mache, damit Niemand beunruhiget werde. (S. u. Lnggarns). «I. Das Domcapitel der StiftConstanz bringt vor den Gesandten der V katholischen Orte folgende Beschwerde vor: Bei der BcsiznahincdeS Bisthums durch den Cardinal Marc Sittich von Ems habe derselbe versprochen, daß die Schulden derStift aus ihren Einkünften getilgt werden sollen nnd daß er nur mit Einwilligung des Domcapitels, n»dzwar zu dessen Händen, resigniren dürfe. Nnn zeige es sich aber, daß nicht allein von jenen Schulden nichtsgetilgt, sondern daß sogar der größte Theil der Einkünfte in fremde Länder, namentlich nach Italien verschlepptwerde, zudem sei dnrch die lange Abwesenheit des Bischofs eine völlige Unordnung in der Stift eingetreten;daher habe das Capitel mehrmals das Ansuchen an ihn gestellt, entweder selbst einmal herzukommen, oder a»fandere Weise der Zerrüttung abzuhelfen. In Folge dessen habe er das Bisthum, mit Zustimmung des Domcapitels,zu Händen des Fürsten Andreas, Cardinals zn Österreich, rcsignirt, iiber welche Resignation bereits vor drc>Jahren eine Urkunde ausgefertigt und dem Cardinal von Österreich übergeben worden sei; nun aber vcrnehn>cman, daß der Cardinal Sittich mit einem jungen Fngger iiber Resignation des Bisthnms unterhandle n»dbeabsichtige, den Cardinal von Österreich mit einer Pension, ans .Kosten der ohnehin verarmten Stift, abz»finden. Die Stift aber könne das nicht zugeben und habe beschlossen, dem Cardinal von Österreich alles dasunverbrüchlich zu halten, zu was sie gemäß Resignationsact verpflichtet sei. Weil nun das Hans Österreichden Schimpf einer Znrükseznng seines Cardinals nicht ertragen möchte und weil daraus noch andere Händeierfolgen dürften, die der uralten Stift zn gänzlichem Ruin gereichen könnten, so hegen sie volles Vcrtra»e>'zu den frommen katholischen Orten und bitten um beförderliche Verwendung beim Papst, daß der Cardin»^von Österreich endlich vom Bisthum Bcsiz nehmen könne. — Da man das Begehren nicht unziemlich ftnd^'wird es, unter Vertröstung auf guten Erfolg, in den Abschied genommen. Der Gesandte des Königs vo>'Spanien und des Gnbernators der Freigrafschaft Burgund, Scndier Bcnoit, eröffnet vor den Gesandten de<XIII Orte nach Überreichung seines Crcdenzbriefs: Weil einer guten Nachbarschaft nichts schädlicher sei,Streitigkeiten über die Landesmarchen, so sei längst der Grafschaft sehnlichster Wunsch gewesen, die Anstä»^über die Märchen zwischen ihr und der Stadt Bern zn einem befriedigenden Ende zu führen, bisher jed^