September 15,87.
tt2.
Consercnz der V evangelischen Orte.
Vasel. 1l»K7, 2l. Septemver (It. September alt. Kal.).
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Gesandte: Zürich. Ha»S Keller, Obmann; Hans Escher, beide des Raths. Bern. pndwig vonErlach; Marguard Zehnder, beide des Raths. Glarns. pndwig Wichser, Pandaminann. Basel. FranzRechburger, Oberstznnftincistcr; Jakob Oberried, Panncrherr; Hans Jakob Hvfniann, alle des Raths.Schafft) ansen. Hans Konrad Meyer, Bürgermeister; Georg Mädcr, des Raths.
»». Abgeordnete der Bürgerschaft von Mühlhanscn bitten ganz dringend nm iltachlaß oder Milderung derStrafen, die den beim lezten Aufruhr Betheiligten auferlegt worden sind, da sie dieselben zu entrichten nichtvermöchten. Weil sich aber aus dem eingezogenen Bericht ergibt, daß anläßlich der Cassirung des erstenBußenrodcls die meisten Bußen um ein Namhaftes verringert worden sind, so wird ihnen erwidert: tingeachtetsie nicht nur an ihrem Gut, sondern an Leib und pebc» bestraft zu werden verdient hätten, habe man ihnenaus Gnade das pcben geschenkt und sie nur an einem Theil ihres Vermögens gebüßt; neulich seien ihnen dieBußen abermals gemildert worden, daher sie sich billiger Weise damit begnügen sollten; deßwegen gehe derfünf Orte Befehl dahin, daß ein Jeder die ihm auferlegte Buße dem Fiscal bezahle, oder, wenn er es nichtvermöchte, mit Hauptmann und Rath gegen genügende Versicherung über einen gewissen Termin sich vergleiche.I». Hauptzwek dieser Conferenz ist, sich zu berathen, wie die durch die Bcsazung in Mühlhanscn monatlichauflanfendc» Unkosten, welche bald für die Stadt unerschwinglich werden, ja sogar den IV Städte» auf de» Halöwachsen möchten, verringert werden könnten. Auf Befragen über die Verhältnisse zwischen der Burgerschaft undwas von ihrer Vereinbarung und ihrem Gehorsam zu verhoffen sei, berichtet der abziehende Hauptmann, Pndwigvon Erlach von Bern, daß er beim Antritt seiner Hanptmannschaft ein ernstes Mandat habe publiciren lassen,wie sich die Burger und Einwohner zur Erhaltung christlichen Friedens und Eintracht zu verhalten haben,daß er es aber nicht dabei habe bleiben lassen, sondern eine Zunft nach der andern versammelt und befragthabe, ob sie in gutem Friede» mit einander leben und ob Jemand etwas zu klagen habe, daß die Bürgerseither auch wohl ans die Zünfte gehen und mit einander trinken; „doch hat er u,i purt, wol vermerckht, daSder mehrtheil vom großen Hanf lieber bevogtet were, besorgende, wan sie hernach irgent in ihren fürfallendenSachen vnd beschwcrden vor der Oberkcit zu thnn gewunnen, wurden sie allzeit beim Raht ihrer begangenenAuflehnung zu entgelten haben". Hierauf wird eine Abordnung des Raths von Mühlhausen angehört, welchenach Erörterung der Sachlage und der Hindernisse, die einer allgemeinen Versöhnung entgegen stehen, imWesentlichen folgende Beschwerden und Bitten vorträgt: 1) Man möchte der Stadt die Bcsazung entwederganz abnehmen oder wenigstens auf l»(l Mann reducircn, um ihre schweren Pasten zu erleichtern. 2) Maumöchte ihr den Bezug der Strafen und Bußen sowie des Umgclds und anderer Gefälle wieder übergeben,indem es ihr nicht möglich wäre, ohne Einnahmen die schweren Kosten zu tilgen, ö) Man möchte ihr bezüglichder auferlegte» Jmposten und Schaznng weisen Rath crthcile», da dieselbe» bisher nicht recht vv» Stattengehen wollen. 4) Man möchte den Burgern des kleiner,, Hansens zu billiger Entschädigung und Vergütung