Juli 1S87.
47
29
Tagsazung der mit Frankreich verbündeten Orte.
Dtadcn. 1587, 2.1. und 24. Juli (Donnstag vor Jakobi).*)
Staatsarchiv Lnrer», Allgem. Ndlch, VC., Illii. — Ka»toii»archtv t» Aara». Abschiedbd. VII.
Gesandte: Lncern. Ludwig Pfyffcr, Ritter, alt-Schulthciß »nd Pannerhcrr. U r i. HanS JakobKroger, Ritter, Statthalter; Melchior Spitz, des Raths. Schwhz. Kaspar Abyberg, Laiidainmaim; Christof^chorno, Ritter, alt-Landammann und Pannerherr. Unterwal den. Marquard Jinfeld, Landammann,0vn Obwalden; Melchior Lussi, Ritter, alt-Lc»idainmann, von Nidwalden. Zug. Beat Znrlauben, Ammann;Kaspar Meyenberg, des Raths. Glarus. Fridolin Hässi, Ritter; Rudolf Brnnner, beide des Raths,^ascl. Wvlfgang Sattler, des Raths. Freibnrg. Ludwig von Assrh, Schultheiß; Martin Gottran,Selelincistcr und des Raths. Solothur». Wolfgang Degcnscher, Sckclnicistcr; Wolfgang Fröhlicher, beide^6 Raths. Schaffhansen. Dietcgen von Wilkenberg, genannt Ringk, Bnrgcrnieistcr; Alexander Keller,Sekclnieistcr und des Raths. Appenzell. Hans von Heimen, Landaniniaim; Jakob Koller, Pannerhcrr""d des Raths.
»». Der Abgesandte des Königs von Frankreich und Pole», Balthasar von Grißach, eröffnet: Auf lezter>tahrrechniing habe er an. die Gesandten der IV evangelischen Städte und GlaruS eine Zuschrift des Königsflacht »nd. weil ihm an der Sache sehr viel gelegen sei, nicht unterlasse», in gleicher Weise auch vor denkatholische» Orten zu Lncern einen Aufbruch von l(N)0<) Eidgenossen zu begehren; da er erwarten dürfe,die Gesandten mit den nöthigcn Vollmachten ausgerüstet seien, so wünsche er nun entsprechende Antwort. —!oigt sich daß einige Gesandten ohne Instructionen sind, indem sie ihre „höchsten Gwält" und Lands-Rnieindeii »och nicht haben versammeln können. Der Gesandte von GlaruS eröffnet: Seine Obern haben""f die Kunde, daß einige ihrer Landsleutc zum Kriegsdienst aufgewiegelt worden, ein scharfes Verbot erlassen;
werde sich später zeige», was sie mit jene», welche troz des Verbotes weggezogen seien, nach deren Heimkehr^'fangen werden, inzwischen möge man Glarus für entschuldigt halten. Der Gesandte von Basel berichtet, wie^skl durch scharfe Mandate, Verhaftung der Hauptlente, Verwahrung der Fähnchen auf dem Rathhaus u. A. in.Aufbruch zu hintertreiben versucht habe; man möge es daher auch für entschuldigt halten. Der Gesandte" Schaffhausen meldet, wie seine Herren und Obern, sobald sie von jenem beabsichtigten Zuge Kcnutnißwlte», cm ernstes Mandat erlassen und bei Leib, Ehre und Gut und unter Androhung, den Ungehorsame»"b »,,d Kinder nachznschiken, verboten haben, jenem Zuge sich anzuschließen. Die VII katholischen Orte undde,, ^ hingegen wollen mit dem französischen Gesandten in Betreff des Aufbruchs unterhandeln, indem sie" König in seiner Bedrängnis! nicht verlassen möchten.— Dieses wird von allen Gesandten in den Abschied^wnmum, mit dem Auftrag, möglichst bald den Bescheid an Herrn von Grißach nach Solothur» zu melden.^ ' T^hnltheiß Pfyffcr von Lucern eröffnet im Rainen der VII katholischen Orte: Sie haben mit Bedauern^hmen müssen, daß troz aller Verbote Viele ans andcrn Orte» sich dem Aufbruch zum König von Navarra
) Das Exemplar im Aargaucr Archiv ist datirt «Frytag den 24. Juli."