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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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April 1587.

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«. Ungeachtet auf der lcztcn Tagsaznng zu Baden beide Parteien der Stadt Miihlhausen angelobt hatten,^Züglich ihrer Streitigkeiten sich ruhig zu Verhalten, hat seither der mehrere Thcil der Bürgerschaft sich wiedereigenmächtige Schritte erlaubt, ans denen neue Weitläufigkeiten undvnrath" zu besorgen sind. Um diesemzu begegnen und dem mindern Haufen Schuz zu verschaffen, wurde der gegenwärtige Tag angesezt. Nunüberbringen einige vom mindern Theil eine Zuschrift der drei Bürgermeister und ihrer Mithaftcn und fügenuoch mündlich bei, daß vor einigen Tagen der Stadtschreiber gefoltert und zwei Stunden am Folterscil hangenKlassen, daß einer vom mindern Theil, der sein Kind aus der Stadt geführt, von einem der andern Parteiwund geschlagen worden sei und daß ihre Gegenpartei abermals Gesandte in die Länder geschikt habe. Siebitten ganz ernstlich, gemäß der Blinde sie zu schüzen, damit sie bei ihrem Vaterland und Weib und.Kindernsicher bleiben können. Nach Verlesung der Antwort der Bürgerschaft ans den jüngsten Abschied von Badenund nach genauer Würdigung aller Umstände wird, da man es noch nicht an der Zeit findet, Gewalt gegenbie Unruhigen anzuwenden und auch kein Gesandter ausdrüklichcn Befehl dazu hat, abermals ein Schreibenuu die Bürgerschaft erlassen und daneben verabschiedet, daß jedes Ort ans Mittwoch den kl). Mai (alt. K.)Gesandte nach Basel schiken soll, um von da nach Mühlhansen sich zu verfügen und daselbst zur Beilegungbcr Zwietracht alle möglichen Mittel anzuwenden. Zürich soll das beschlossene Schreiben ausfertigen, danebenuuch dem kleinern Haufen zu Mühlhausen diese vorhabende Ankunft der Gesandten verkünden und im Namenber fünf Orte auch die andern acht Orte, welche den Mühlhansern das Bündniß anfgekündct haben, schriftlichdarum ansuchen, ihre Gesandten ans den benannten Tag ebenfalls nach Mühlhausen abzuordnen, um zurgutlichen Beilegung dieser Uneinigkeit mitzuwirken. Und obschon man nicht glaubt, daß Jemand von diesenOrten dahin kommen werde, so wird man doch ans deren Antworten jedes OrteS Ansicht darüber vernehmenu»d auch die Bürgerschaft zu Mühlhansen wird im Fall deren abschlägiger Antwort um so geneigter werden,den Orten, die noch mit ihr im Bund sind, die Sache z» übergeben. Wofern aber bei der Bürgerschaftwiederum nichts zu erreichen wäre, soll man weiter überlegen, was ans einein andern Wege gethan werdenkönnte. Weil übrigens die Abgesandten der Bürgerschaft nicht den ganzen badischc» Abschied, sonder» nur die>hnen beliebigen Artikel begehrt und erhalten haben, so soll der Landschrciber von Baden der Bürgerschaftöen Abschied vollständig nachsenden, damit sie erfährt, wie Alles vor sich gegangen ist und was die VII katho-lischen Orte für einen Bescheid gegeben haben. I». Die Gesandten von Bern machen vor den übrigen dreiStädten Anzug: Ihren Obern sowohl als denen von Wallis, bei denen sie kürzlich eine Botschaft gehabthaben, nm ihnen der Religionsverbindung der VII katholische» Orte, des Bündnisses mit Spanien und andererSachen wegen etwas vorzutragen, erscheine es angemessen, daß beförderlich ein gemein-eidgenössischer Tag"uSgeschoioben werde, um sich über benannte Punkte mit den VII katholischen und den fünf Orten zu bespreche»u»d ihnen was nöthig sei vorzuhalten. Weil aber dieses einestattliche" Vorberathnng erfordert und zudemöw badischc Jahrrechnung auch bald sein wird, so findet man, daß die Einberufung der Zugewandten undöw Behandlung benannter Sachen wohl bis zur Jahrrcchnnng verschoben werden könne. Inzwischen soll Bernöc'n IV evangelischen Städten einen Tag ansezcn, nm iiber diese Angelegenheiten sich zn besprechen und gleich-zeitig zu vereinbaren, welche von den zugewandten Orten auf die Jahrrcchnnng zu beschreiben und wie dieSachen an die Hand zu nehmen seien. Ueberdicß soll Bern sich bei Solothnrn erkundigen, was es von demspanischen Bündniß halte und ob ihm gefallen würde, neben den IV Städte» und Andern die obbcnannteGinnerting an die Orte, welche demselben beigetreten, thun zu helfen; man hält nämlich Solothnrn dazu