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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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März 15,87.

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Schultheiß; Stefan Schwaller, alt-Schultheiß; Lorenz Areggcr, Venner und Sekclmeister; WolsgangDegenschcr, Sckelmeister, alle des Raths.

Junker Balthasar von Grißach, des Königs von Frankreich Anwalt in der Eidgenossenschaft, auf dessenVerlange» dieser Tag war anSgeschriebcn worden, eröffnet: Der König habe an die Stelle des bisherigenAmbassadors, des Herrn von Flcnry, bereits einen andern Ambassador ernannt nnd eine bedeutende SummeM Bezahlung der Pensionen und anderer Verpflichtungen in Bereitschaft gehabt; wegen der seit zwei Jahrenandcnsernden Kriege jedoch sei er genöthigt worden, dieses Geld wieder anfznbrauchen; unterdessen habe der^iinig ihn beauftragt, seine Angelegenheiten in der Eidgenossenschaft zu besorgen. Obschon er nun erwartethabe, die Eidgenossen werden bis zur Riikkehr der an den König abgeordneten Gesandten nichts wider de»König unternehmen, habe doch der spanische Gesandte ans dem Tag zu Luccrn am 3. fließenden Monats denVII katholischen Orten ein Biindniß angetragen, ja Lncern habe dasselbe, wie er gehört, bereits angenommenu»d suche es bei den andern Orten ebenfalls dnrchznsezcn; nun seien aber Artikel in diesem Bündnisse,welche dem ewigen Frieden mit Frankreich widerstreite», nnd daher müsse er die dri»ge»de Bitte stelle», daßöic katholischen Orte ihre Verträge mit Frankreich wohl bedenken und sich von jenem Bündnisse ferne halten,öaß sie auch sich erinnern, wie der gefangene König Franz I., als Kaiser Karl V. zur Bedingung dessenFreilassung die Anfhcbnng des ewige» Friedens nnd der Pcreinnng mit den Eidgenossen begehrt hatte, diesesverweigert nnd lieber andere der Krone Frankreich nachtheilige Bedingungen eingegangen habe, daß sie endlichivohl in Betracht ziehe» mögen, daß das Hans Österreich, ihr Erbfeind, unter dem Schein dieses Bündnissessie -wieder in seine Gewalt bringen möchte. Er bitte, seinen Vortrag in de» Abschied zu nehmen. Da manKnie weiteren Vollmachten hat, als anzuhören, so wird der Gegenstand nci roiarcmiium genommen.

Der Abschied »ebsl dem Vortrag Griszach's ist wörtlich abgedrukt imArchiv siir die schweizerische Reformatioiisgeschichtc"I S. 70N ss.

Konferenz der VII katholischen Orte, sannnt Appenzell.

Lucern. 1587, 1. Aprit.

. T»a<it«<>rcl»i» Lucern. üueenier Abschiede b'. »5>V.

Gesandte: Lncern. Heinrich Flcckenstein, Ritter, Schultheiß; Ludwig Pshffer, Ritter, alt-Schultheiß undPannerherr; NiklauS KruS; Jost Holdcrmeyer, Sckelmeister, beide des Raths. Uri. Hans Jakob Troger,bitter, Statthalter; Sebastian Kuh», Panncrherr nnd des Raths. Schwyz. Werner Pfyl, Landammantt;Christof Schorno, Ritter, Panncrherr, alt-Landammann. Unterwalden. Johann Roßachcr, Landamman»,vv»Obwaldcn; Melchior Lussi, Landamman», von Nidwaldcn. Zug. Jakob Zürcher, des Raths. Freiburg.sKter Krttineiistol, Burgermeister; Martin Gottra», Sckelmeister, beide des Raths. Solothnrn. Lorenz^vegger, Penncr, des Raths; Hans Jakob vom Staat, Stadtschreiber. Appenzell (HandS mitt einemSchryben vßgertcht vnd sich entschuldiget").

In Betreff der Frage, ob man den von den IV evangelischen Städten und Glarns nach Badenausgeschriebenen gemeinen Tag, bezüglich des Mühlhauscrhandcls, besuchen wolle, ist man der Ansicht, daß cS