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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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März 1587.

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S.

Schiedverhcmdlungcn.

MiiyrylMscn. 1587, 5.-12. März (Doiistag den 28. Februar - 2. März, alt. Kal.).

Staatsarchiv Zürich: Adschi-dband lZ«, Fol. M.

Gesandte: Zürich. Heinrich Thomman; HanS Heinrich Bochmann, Panncrherr; Hans Escher, alledrei des Raths. Bern. Ludwig von Erlach; Peter Koch, beide des Raths; Hans Späting, Hofmeister znKönigsfelden. GlarnS. Jost Tschndi. Basel. Franz Rcchbnrger, alt-Obristznnftmcister; Jakob Oberried,Panncrherr; Hans Jakob Hofmann, des Raths; Christian Wursteise», Stadtschreiber. Schaffhausen.Georg Mäder; Heinrich Schinid, beide des Raths.

Die eidgenössische» Gesandten, bei ihrer Anknnft in Miihlhansen von Bürgermeister Othmar Fink undsechs Mitgliedern des Raths bcwillkommt, begehren genaue» Bericht über den Stand der Angelegenheiten,damit sie die Friedenstractation desto füglicher an die Hand nehmen können. Diese vermelden nun: Seitdem Besuch der Gesandten von Zürich und Basel seien die Sachen bei ihnen nicht besser geworden, ja dieunruhigen Leute haben so trozig undrumorisch" sich angelassen, daß sie ihre Nachbarn von Basel wiederumZu berufen gcnöthiget worden; auch diese» Gesandten wie den frühcrn haben die Unruhestifter Frieden undRuhe zu halten versprochen; dessenungeachtet haben siestracks" darauf den 8./18. Februar den Stadtschreibermit Gewalt in's Gefängniß geschleppt, seien am folgenden Tag vor den Rath getreten und haben diesem nennArtikel vorgelesen mit dem Berdentcn, daß jeder sich erklären solle, welcher zu denselben stimme; denn welchesRathsglied nicht zu ihnen trete, das wollen sie für einen Berwirker des Bundes halten. In Folge dessen seienacht vom Rath zu den Bürgern übergetreten; am 10./20. sodann haben sie beide Freiheiten-Höfe verwahrtund die Stadtthore geschlossen, in der Absicht, die drei Bürgermeister festzunehmen; mit Bürgermeister OthmarFink beginnend, hätte derselbe eine schriftliche Urphcde ausstellen sollen, in seinein Hause zu bleiben, Bürgenfür sein Leib und Gut zn geben, an der Bcrwirkung des Bundes schuldig zu sein, weder Verwandte nochAndere zu sich zu lassen, sich vor dem Malefizrechten stellen und nirgends anderswo Rath suchen zu wollen;derselbe habe aber außer der Bürgschaft alles Andere verweigert; an demselben Tage haben sie auch vom altenBurgermeister Peter Zieglcr und Hans Hartmann Bürgschaft gefordert. Damit nicht zufrieden habe HansJsenstamm,ein Abgetretner von Nähten", den unruhigen Bürgern ohne des Raths Wissen und Willen dasZeughaus geöffnet, ihnen Geschüz, Pulver und Waffen herausgegeben und das Schloß am Zeughaus verändernlassen, damit seinMitherr" Stefan Hammerer, der auch einen Schlüssel besize, demkleinen Haussen"nichts verabfolgen könne; auf Befragen über den Grund zn diesem Schritte habe derselbe geantwortet, es gehedas Gerücht, daß fremdes Volk in der Nähe sei. Bei dieser Sachlage bitten sie nun die Eidgenossen recht dringend,ihnen beholfen und berathen zn sein.

Freitags den K. März (24. Febr. alt. Kal.) wurde der Rath und die ganze Gemeinde beider Parteien inder Kirche versammelt, allwo die Gesandten nach Verlesung ihrer Credenzbriefe eröffneten, sie seien hieherabgeordnet worden, um die obschwebendcn Mißhclligkciten zn beseitigen und die Einigkeit wieder herzustellen;wenn man ihnen die Sache gütlich beizulegen vertraue, so seien sie bereit, die vorhandenen Klagen anzuhören