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5,1,b (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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1952
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Will vnd Intention ist, das der obgeriirte Tractat der Bereinung gegen obgemelten Herren von Zürich in»allem dem, das sy antreffen Wirt, glychförmiger Wyß, wie sich Ire Mt. selig gegen den übrigen darin»genannten Orten verbunden, gehalten vnd observiert werde, gelobend vnd versprechend inn irem Nammen d»Observation deßelbigen, vermöge ires vns vom fünfzechenden Tag deß Monats Julis deß sechszechenhundertiste»vnd dryzechenden Jars hierumb gegebnen offnen vnd Harnach abgeschribnen Gwaltsbrief, vnnd zuverschafft»^das sh den Jnnhalt alles so obstadt gutheißen, bestetigen vnd approbieren werde; darumb inen auch von hiilldato über zwen Monat ein Ratificationbrief inn guter authentischer Form soll zu Händen gestelt werde»'Deß alles zu Zügknnß vnd vestem Vrthundt haben wir disen gegenwürtigen Brief mit eignen Händen respe^tiu6 vnderschriben vnd vnsere Sigell doran hencken lassen, inn der Statt Zürich vff den zwentzigistenJenners, im Jar einthußent sechshundert vnnd vierzechen gezelt.

11. Vollmachtbrief für den Ambassador de Castille. 1613, 15. Juli.

Ludwig, von Gottes Gnaden König zu Franckrych vnd Nauarra, entbieten vnserm lieben gethrüwcn geheimendem Herrn von Castille, vnnserm Ambassadorn in der Eidtgnoschafft, vnnsern Gruß. Es haben die König vnnserefahren je vnnd allivegen bezöget, das sy ein besonders Verthruiven vff der Herren Eidtguoßen, vunserer fürgeliebten gr»^Fründen, Eydt- vnd Pundtsverwandten wolmeinende Affection vnd Benachpurschafft geseht, also das sy ein Tractatewigen Fridens mit gmeinen dryzechen Orten erstlich getroffen vnnd nachgents ein Püntnuß vnnd Confederation mitmehrern Theil derselbigen zu gmeinein,Nuh vnd Vorstand beider Partheyen beschlossen vild vfgcricht haben. Wicwol »^vnnsere fürgeliebte große Fründ, Eidt- vnd Pundtsverwandte, Burgermeister vnd Rath der Statt Zürich inn soll^Tractat der Pündtnuß bißhar nit begriffen gsyn, so sind sy doch nil weniger gegen wolbemelten Königen vnnseren Vorsahallwegen affectionirt vnd wolgewogen verbliben vnd inen, >vie sy auch vnnserm Stand vnd Cron inn fürfallenden Gelegthellen gethaan, trostlich zugesprungen vnd gedient. Glych aber wie sy vns dnrmit ire gutherhige Affection habenzuerkheunen geben, begehrende derhalben, dieselbige durch etwas Versicherung vnd sonderbare Declaration vnsers zutragenden wolwöllenden Gmüts zubekrefstigen, vuS gcnhlich zu üwerm guten Verstaudt, Geschickligkeit, Thruw, Froinb^'Flyß vnd Erfahrenheit versehende, haben wir üch vmb diser Vrsacheu willen deiil ivyßen Rath der Königin Regentin,ehrendisten Frnw vnd Muter, hierin volgende gesetzt, geordnet vnd constitiucrt, setzen, ordnen vnd constituieren üchinn Crafft dises Briefs, mit vnser eignen Hand vnderschriben, ein sondern Tractat der Pündtnuß, Fründtschafst vndfederation mit gesagten vnsere» fürgeliebten großen Fründen, Eydt- vnd Pundtsverwandten, Bürgermeister vnd Rath "gehörter Statt Zürich, glych wie wir mit den übrigen Orten habend, zubeschließen, denselben vfzerichten, zuvolnfllhren »sontst inn vnserm Nammen alle hierzu erhoüschende Acten vnd Vertrag, die ir achten werdend, unseren Sachen vndersprießlich syn (wie wir üch dann sollches wol verthruwend), zuvnderschryben, auch gemeinigklichen vnd sonderlich Alles»Jedes zethun vnd zehandlen, das wir selbs, so wir persönlich zugegen werend, thun wurdend vnd möchtend, ob eseines wytern Beuelchs dann hierin» begriffen sich bedörffte. Gelobend vnd versprechende by vnnseren wahren küniguuThrüwen vnd Worten Alles, das Ir diß Orts thun vnd haudlen werdend, anzenümen, stedt vnd vest zuhalten vnnd u»>^Ratification vnd Bekrefftigungbrief, so offt vnd dick es vonuöten vnd wir deßen angelangt, hierumb zegeben. Daruwb >üch volthommnen Gwalt, Krafft, Macht, Ansehen, Commission vnd sonderbaren Beuelch geben vnnd wöllend gegeben h»^dann vns sollches also gesellig ist. Geben zu Paris den fünszechenden Tag Julij, im Jar der Gnaden einthußenthundert vnd dryzechne, vnd vnsers Nychs im vierten. Also vnderschriben: Loys, vnd vnden doran: durch den KömgBywesen der Königin Negentin syner Muter signiert Brulart, vnd mit dem großen königklichen Sigel inn gttlbeman einem einfachen permentinen Stil hangend versiglet.

De Castille.

H. G. Grebel, Stattschryber zu Züru^' ^

Eine blaue Seidenschnur, NN deren einem End« das kleine StaatSstegel Zürichs, am andern das Siegel des Ambassadors de Castille haob»dtndei diese beiden Urkunden (kl und L).