Abtei und Thal Engelberg 1589. 1795
^>rd abermals das Nölhigc besprochen. Absch. 95. Ii. — 40. Ans der Jahrrcchnnng zn Engelberg sollen überSchulden des Statthalters Schiller und über den Hanshalt des Klosters die nöthigen Erkundigungen^"gezogen werden. Absch. 97. g. — 41. Der Schaffner des Gotteshauses, der ehrwürdige geistliche HerrBenedict Sigrist, und der Thalvvgt Sebastian Zelger legen Rechnung ab über ihre Einnahmen und Aus-üben. Des erstern Einnahmen betragen 54 Gulden 19 Schilling 3 Denier, seine Ausgaben 48 Gulden^ Schilling, er bleibt also schuldig 5'/z Gulden 1 Schilling 4 Denier. Des Thalvogts Einnahmen betragen^ Gulden 8 Schilling, seine Ausgaben 1812 Gulden 10 Schilling; man hat ihm also zu vergüten^8l Gulden 2 Schilling. Item so ist man noch allerdingcn schuldig 4383 Gulden 11 Schilling 3 Denierl Haller. „Sind nit alle Schulden hierinnen begriffen." Absch. 98. n. — 42. Der Abt ist vor den Gesandtenschienen und hat ihnen berichtet und angezeigt, daß man ihn der Haushaltung halber „rüwig gesezt", undAbelen, daß man ihn der Pfrnnd halber väterlich empfohlen halten wolle. Dabei hat er sich anerboten, sich^ Gottesdienstes auf's Beste zn befleißen und Alles, was zu seinem Amt und Beruf gehöre, fleißig znRichten. Er wird, da man jczt mit ihm nicht abmachen kann, zur Geduld gewiesen, man will die Sacheden Obern vorbringen. Ibicl. d. — 43. Man soll bedacht sein, zn Muri, Baden oder anderswo Geld^»nehmen, damit dem Gotteshans wieder geholfen werden könne. Das wird namentlich dem Gesandtenz» thun aufgetragen. Idicl. c. — 44. Jeder Bote soll an seine Obern bringen die Angelegenheitl>en der Convcntherrcn, den Wein betreffend, wie man sich dießfalls verhalten wolle. Idicl. ä. — 45. WendelMicilin, den Überrcuter von Lucern betreffend wegen der Ansprache seiner Schwiegcr, der Beschließerin,plannt, weil ihrethalben 26'/? Gulden aufgelaufen seien, so soll gedachter Wendel mit den Thalleutcn reden' 'hretwegen die Kosten übernehmen und bezahlen. Uiicl. o. -- 40. Das Roß, welches der „Herr" (Abt)sei" Zürich um 30 Kronen gekauft und dem vorgenannten Wendel gegeben hat, der es in
Nuzen wiederum verkauft hat, soll dieser dem Schaffner bezahlen. Ibicl. 1. — 47. Bezüglich der An-des Kaspar von Uri ist Statthalter Lnssi befohlen, daß er in Beisein des Vogts ernstlich mit ihm- Könnte die Sache nicht gütlich berichtiget werden, so soll sie wieder vor die Gesandten gebracht werden,sill^ ^ Vrrzeichniß des Gotteshauses Viehstand und Vorräthe an Käse :c. Ibiä. Ii. — 49. Es stellt
^ Woraus, daß im Kloster ein üppiges unsittliches Leben geführt wird und daß es in großen Schulden stekt;^ ' hält aber für besser, einstweilen, bis ein Abt gewählt sein wird, nichts weiter vorzunehmen, jedoch soll„lg ^^'chucte Verwalter anS Einsiedeln sobald möglich seinen Posten antreten und im Gottesdienst sowohlu> Ha„shawmg das Nöthige besorgen. Absch. 99. p. — 50. Ans nächstem Tag zu Baden wollen die>r»wrte in Betreff der Sachen des Klosters bcrathschlagcn. Absch. 104. r. — 51. Um die Schulden des
' t^gen zn können, werden der Thalvogt und Vogt Känel von Schwhz beauftragt, die Einkünfte am^ Ochste für einige Jahre zu versezen (verpfänden) und das Hans zu Lucern und die entbehrlichsten Güter^erkaufen. Für Uebernahme der geistlichen Verwaltung soll Lncern mit Gabriel Leu und Schwhz mit dem^laten zn Einsiedcln in Unterhandlung treten. Mit dem päpstlichen Nuntius will man Rüksprache nehmen,^ des gegenwärtigen Abts und der andern „verruchten München" loswerden könnte. Absch. 107.1. —jüngsten Beschlüsse in Betreff des Klosters und des Abts, sowie bezüglich der Frauen ans dem Klosterwerden unverändert belassen. Absch. 110. Ic. — 53. Die drei Schirmorte treffen die nöthigen Ver-'"llei, i„ des Klosters und wegen des Verkaufs der entbehrlichen Güter. Absch. 119. n. —
Hedeg Ort soll unverzüglich seine Meinung nach Lucern schreiben, wie man die Schulden des Klosters