Bettenz, Bollenz und Riviera. 1009. 1619
Gestalt der Sache entscheiden könne. Und da die Rede geht, als könnten die Ablentscher zu Nri oder""f dessen Gebiet nicht sicher durchreisen, so werden die Urner Gesandten bei ihren Obern ihnen sicheres^eit verschaffen. UM. — 225. Bezüglich der Bellenzer Kriegskosten, die Uri abermals in Anzug ze-ucht hat, soltt,, die Sekelnieister der drei Orte ans einer Conferenz zusammen treten, Abrechnung halten^ud verschaffen, daß der Ausstand bezahlt werde. UM. 1r. — 226. Seit einiger Zeit wird den ennetbirgischcn"uibrvsianischen Untcrthanen von Seiten der Geistlichen untersagt, zur Fastenzeit Anken und Käse zu ge-^uchen. Da diese Speisen früher nicht verboten waren, so sollen die Leute in Bescheidenheit damit fortfahren;^ürde ih,,x„ weiter von den Geistlichen gedroht, so wird man sie zu beschüzen wissen. Iditt. i. — 227. DieMndten wissen ihren Obern die Beschwerde des Commissärs Leu wegen der kürzlichen Ledigung der Eon-^ccitioi, des Giovanni Antoni von Lauis zu berichten. UM. ie. — 228. Den Amtleuten ennct Gebirgs sollwerden, daß sie die Unterthanen zu Tragung ihrer Seitenwehren anhalten, bei aufgesczter Buße, allein" Sonn- und gebannten Feiertagen. UM. 1. — 229. Uri, im Namen seiner Beisäßcn und derer von Ursern"'d Livinen, und Obwalden beklagen sich wegen des Zolls zu Ablentsch, da sie ans vielen Gründen und Ursachenvo„ diesem Zoll befreit zusein. Schwhz und Ztidwaldcn aber wollen die von Ablentsch bei den daherigenj»^^untnissen, wonach solche Beisäßen von der Zollfreiheit ausgeschlossen sind, bleiben lassen, doch könnteZoll eine Moderation gemacht und die von Obwalden wie andere Landlente der drei Orte des Zolls'S erkannt werden. Wird in den Abschied genommen. Absch. 090. a. — 23t). Das durch Uri gestellteder Ammann lind Rath in Misox wird gutgeheißen, und soll auch der Conimissär zu Bellenz und
^cuidvogt ans der Riviera zu Ihrer Excellcnz nach Mayland gehen, um für die zu Misox um Getreide^ freien feilen Kauf anzuhalten, doch ohne der Orte Kosten. UM. d. — 231. Uri beschwert sich wegenFall"^" ^ Brüke zu Ablentsch (Abläsch) und begehrt Abschaffung desselben. Was es auf den
' daß die Abschaffung nicht erfolgen würde, noch ferner vorgebracht hat, wird M rokerondum genommen.Au ^ beschwert sich wegen des von Schwhz und Nidwalden auf die Halbbrüke zu
^'legten schweren Zolls und erklärt, daß es, falls dieser nicht aufgehoben würde, einen eben so großen""f seinem halben Theil erheben werde. Sie werden beiderseits freundlich zum Nachgeben ermahnt.H 697. ^ 233. Der Prior von Malvaglia, Verwalter des Spitals „alla Wortza" in der Landschaft^ "S- hatte sich bisher troz aller daherigen Aufforderungen beharrlich geweigert, die Spitalrechnnng abzulegen.Seht ^^'9kcitcn sahen sich daher genöthigt, Ernst zu brauchen und citirten ihn hichcr. Seine Verantwortung
»»n wesentlich dahin: Es handle sich hier um ein Patronatrecht oder sonderbares Beneficium, gleichwie
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s°f^.'^"""9 ablegen zu müssen, sondern halte sich für befugt, das Einkommen beliebig brauchen zu könne»,^ ^ darauf haftenden Beschwerden nach Gebühr ausrichte, was bisher auch allseitig geschehen sei,fcill^ ^ ^ Männer von Olivone, als Lchcnherren, zu Zeugen nehme. Diese Verantwortung wird ans Ge-der Obern hin angenommen, jedoch sollen inzwischen die vom Prior vorgebrachten lateinischen Beweisstükc^ bidimirt und snbstanziell verdeutscht werden. Findet sich dann darin, daß dieses Priorat ein gusubee^^' nambset", sei, so will man von der verlangten Ncchnnngsstellnng abschen, widrigenfalls
dazu anhalten, und zwar soll die Nechnungsablage alljährlich erfolgen. Absch. 698. n. — 231. DerBollenz bringt beschwerend vor, daß seine Amtleute, welche niehrenthcils aus Einem Hanse seien,'ch der Batxr mit zwei Söhnen, in Nechtshändeln „doch wenig Schüchens habendi, sonders als Für-
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