Thurau. I3K5
A84. (U>08). Abt Ulrich beschwert sich durch Abgeordnete bei den V katholische» Orten, daß Zürich der Ans>Eichtling des katholischen Gottesdienstes in der obern Kirche zn Rheinau Hindernisse in den Weg lege, unge-achtet seiner ans der lezten Iahrrechnnng zu Baden dargelegten Rechte und Freiheiten; ferner verlangt er die^"tlassnng des nnrnhigcn Prädicanten zn Berg, da diese Collatnr seinem Gottcöhanö gehöre, nnd bittet, inanMöchte ihn bei seine» Rcchtsamen schnzen. Hieraus wird verordnet, es sollen den Gesandten ans die Taglcistnng"" Iiiheinthal die nöthigen Jnstrnctionen erthcilt werden, dein Abt nnd seinem Gotteshaus bestens berathenund beholfcn zu sein; dabei will man Zürich ersuchen, seine Gesandten darüber ebenfalls zn instrniren, auch^r Abt soll Abgeordnete mit de» nöthigen Gewahrsamen dahin schikcn. Inzwischen soll der Vogt des Gottes-hauses dem Landvogt schwören, wie vordem auch geschehen ist. Absch. <>72. n. — 385. (1808). Im Namen^es Bischofs von Constanz bringt Dr. Leonhard Göh vor den Gesandte» der V katholischen Orte nnd desAbts von St. Gallen die Punkte in Erinrcrnng, die auf der Iahrrechnnng zn Baden gegen Ziirich verhandeltworden sind: Abschaffung des Prädicanten zn Mühlheim, wasserstelzischc Pfandschast, Pfründe zn Stcckborn»nd Ehesachen im Thnrgan. Ikiach Lerdanknng der ausgerichteten Begriißung nnd nach Ancrbietnng gleichernachbarlicher Freundschaft wird geantwortet, bezüglich des Prädicanten zn Mühlheim habe man nicht er-mangelt, dem Landvogt die nöthigen Weisungen zn ertheilcn, Steckborn nnd Wasserstelzen halber werde man,Wenn weiter etwas vorfallen sollte, schon das Angemessene Vorsorge», in Betreff der Ehesachen im Thnrgan!ü»»e man in Hinblik ans deren Wichtigkeit gegenwärtig keinen Bescheid geben, sondern müsse die Sache inAbschied nehmen, Unil. Ii. — 38<». (1808). Die Crncifixstürmer zn Fraucnfeld, sowie jene, welche gegen-über den, alten Landvogt nnd seinen Beamteten vor der lezten badischen Iahrrechnnng mit Aufruhr gedrohthaben, solle» für ihre Frevel nach Verdienen bestraft nnd die Crncisixc wieder aufgestellt nnd die Katholischendabei geschirmt werden. Duck. v. — 387. (1808). Die Gesandte» von Freibnrg nnd Solothnrn solle» ihren^bern berichten, was die Gesandten der V katholischen Orte mit ihnen wegen der Angelegenheit zwischen demPrälaten von Rheinau nnd Zürich gesprochen haben, damit sie, wenn die Sache weiter käme, zu de» V Ortenstehen. U)j,I. l,I>. — 388. (1808). Der veranlassete Span zwischen Abt und Convcnt nnd der BürgerschaftRheinau einerseits und Zürich andererseits, in Betreff der obern Kirche zn Rheinau, wird, weil die Ge-sandten Zürichs darüber keine Instructionen haben, ans die nächste Tagsaznng verschoben nnd dem Prior undAmtmann zn Rheinau ein Neceß darüber zugestellt. Absch. 874. I>. — 383. (1808). Zürich begehrt, daß die^aplanei zu Märwcil, nach Bnßiingen pfärrig, mit einem Prädicanten besczt werde. Der Cvmmcnthnr znTvbcl und der Abt von St. Gallen entgegnen, die Sache sei schon mit Recht entschiede». Hierauf erläutertbcr Gesandte von Lucern den langwierigen Span, legt den darüber ergangenen Sprnch vor und bemerkt, daßWeder er noch die andern Gesandten weiter» Befehl darüber haben. IIniI. n». — 333. (1808). Während die^'sandten der katholischen Orte bereit sind, den Span wegen der Crncifixe in der ober» Kirche zu Francnfeldstütlich zu vergleichen, sind die Gesandten von Zürich nnd Glarns darüber ohne Vollmacht, llncl. pp. —A3I. (ltiW). Die Gesandten sollen ihren Obern hinterbringe», was Marx von Ulm wegen seiner Collatnr'm Schloß Grießenberg begegnet nnd was ihm von Zürich ans zugeschrieben worden ist, ferner daß er dieüAholischcn Orte um einen Beitrag an seinen Kirchenba» gebeten hat. Absch. 878. e. — 332. (1808). DaNeuglänbigc» zn Francnfeld, »»geachtet wiederholter Mahnung der katholischen Gesandten nicht erschienenstud »nd dieser Troz nnd Hochmnth der Obrigkeit nnd den Gesandten zn hoher Verachtung gereicht, wird dem^andvogt befohlen, ihnen ihre» Ungehorsam zn verweisen nnd anzuzeigen, daß man bei nächster Gelegenheit