—20er mit der Ruhe und Gelassenheit, welche nur dasBewußtseyn der edlen Absicht in einer guten Sachegeben kann.In dem Jahre 1772 war Euer Prediger Jansseneiner der Ersten, welche die neuen Lieder in un-serm Herzogthume einführten. Man fing damahlsauch in unsrer Gegend an, das Bedürfniß einerverbesserten Liturgie zu fühlen; man wünschte zweck-mäßigere und erbaulichere Gesänge für die Gemein-den. Die General=Synode suchte diese Wünschezu erfüllen, veranstaltete den Anhang zu unsern Lie-dern, und billigte diese Sammlung. Dieser Ap-probation ungeachtet wurden hier und da gegen dieseneue Liedersammlung Bedenklichkeiten geäußert; Be-denklichkeiten, die man in unsern Tagen als solchegewiß nicht im Ernste, auch nur in der Ferne,würde blicken lassen. Gleichwohl hatten jene ein-gebildeten Schwierigkeiten die traurige Wirkung,daß selbst unser wohlmeinender Prediger Janssenan dessen Rechtfinnigkeit (Orthodoxie) gewiß Nie-mand zweifeln konnte, manche bittere Stunde er-lebte bey der Einführung jener neuen Gesänge; sei-Der sachkundige Verfasser der Bemerkungen „über den Zu-„stand der Katechetick in der reformirten Kirche“ erwähntmit Erkenntlichkeit der Bemühungen unseres verdienstvollenHerrn Predigers Janssen um die Katechetik, besondersum den Unterricht in ger christlichen Sittenlehre. S. Gräf-se's katechetisches Journal des sechsten Jahrganges viertesHeft S. 9. 13.
Druckschrift
Das pflichtmäßige Andenken an würdige Religions-Lehrer : eine Predigt bey der Amts-Niederlegung des Herrn Predigers Johann Wilhelm Janssen gehalten am 27. Junius 1802 in der reformirten Kirche zu Düsseldorf ; nebst einigen angehängten Notizen über die allmählige Entstehung und fernere Ausbreitung der dortigen reformirten Gemeinde und einem Verzeichnisse aller Prediger derselben von 1584 bis 1802
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