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Das pflichtmäßige Andenken an würdige Religions-Lehrer : eine Predigt bey der Amts-Niederlegung des Herrn Predigers Johann Wilhelm Janssen gehalten am 27. Junius 1802 in der reformirten Kirche zu Düsseldorf ; nebst einigen angehängten Notizen über die allmählige Entstehung und fernere Ausbreitung der dortigen reformirten Gemeinde und einem Verzeichnisse aller Prediger derselben von 1584 bis 1802
Entstehung
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18man sie verstand; man war wohl gar geneigt, esals ein Kennzeichen der Göttlichkeit und der Nutz-barkeit einer Lehre anzusehen, wenn sie dunkel undunbegreiflich war. Es war der herrschende Geschmackjener Zeiten, mit andern Religionsgenossen über dieGlaubenslehren zu streiten, in welchen man von ih-nen abwich: man bestritt sogar nicht selten Irrleh-rer aus den vorigen Jahrhunderten, deren Behaup-tungen, ja deren Nahmen oft den Zuhörern fremdewaren, vor deren Ohren man diese Irrlehrer wi-derlegte. Man pflegte die Meinungen der Auslegerüber biblische Geschichte und über schwere Schrift-stellen aufzuzählen, und die Gründe für und widerdiese Meinungen ausführlich zu würdigen, anstattden Zuhörern nur kurz die Ausbeute (das Resul-tat) dieser Untersuchungen mitzutheilen. Man wardamahls in unsrer Gegend noch weit entfernt dieGlaubenslehre für die Stütze der Sittenlehre anzu-sehen und diese für den eigentlichen Zweck des Re-ligions-Unterrichtes zu halten, ob es gleich dieSchrift für die Hauptsumme aller Lehre erklärt,Gott zu fürchten und seine Gebothe zu halten:ob sie gleich ausdrücklich sagt, daß die Liebe zuGott in den Gehorsam gegen seine Befehle zusetzen sey**, und daß die nur in das Himmel-reich kommen könnten, welche den Willen desVaters im Himmel thun.* Pred. Salomo XII. 13. * 1 Joh. V, 3. * * Matth. VII 21.