erregen und die seitdem einen bedeutenden Einflußgeäußert haben auf die Beschaffenheit der ganzenGottesgelahrtheit. Selbst noch in seinen späterenJahren verſchafte es Eurem würdigen Lehrer großesVergnügen, die vor glichsten Werke der angesehen-sten Theologen zur Hand zu nehmen und sie zu be-nutzen, so viel es ihm nur immerhin sein hohes Al-ter und seine Seelenkräfte erlaubten.Ausgerüstet mit solchen Kenntnissen wagte eres im festen Bewußtseyn seiner guten Sache selbstda die Bahn zu brechen, wo er nur noch ungeeb-nete Wege fand und sich da Licht zu verschaffen, woes um ihn herum noch dämmerte.Schon in dem Jahre 1769 fing er an überdie Sittenlehre zu katechisiren, so wohl in seinenPrivatkatechisationen, als bey dem öffentlichen Un-terrichte, welchen er der Jugend am Freytage gab.Erinnern wir uns an den Zeitpunkt, worin diesesgeſchah, ſo erkennen wir gewiß die ganze Schwie-rigkeit dieses Unternehmens. In der damahligenZeit glaubte man in unserer Gegend noch nicht, daßdie Sittenlehre zu dem eigentlichen Religionsun-terrichte gehöre: nur die Glaubenslehre wollte manausschließlich auf der Kanzel und bey der Unter-weisung der Jugend vorgetragen wissen; man liebtedunkle, oft nur halb begriffene oder begreifliche Leh-ren; man hörte diese oft nur desto lieber, je weniger
Druckschrift
Das pflichtmäßige Andenken an würdige Religions-Lehrer : eine Predigt bey der Amts-Niederlegung des Herrn Predigers Johann Wilhelm Janssen gehalten am 27. Junius 1802 in der reformirten Kirche zu Düsseldorf ; nebst einigen angehängten Notizen über die allmählige Entstehung und fernere Ausbreitung der dortigen reformirten Gemeinde und einem Verzeichnisse aller Prediger derselben von 1584 bis 1802
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