ner, je lebhafter ihnen noch der entscheidende Zeit-punkt vor der Seele schwebte, in welchem sie ausder Finsterniß des Heidenthums und aus der Däm-merung des Judenthums herausgetreten und hinge-führt worden waren an den hellen Tag des evange-lischen Lichtes.Diesem Lichte, welches vom Himmel ihnen an-gezündet ward, als sie in dem Schatten des To-des saßen, * diesem verdankten sie die Ruhe ihresGeistes, die Geduld in Trübsalen und die Heiter-keit im Tode. Wie sollten sie dann nun nicht auchdie Lehrer liebgewonnen und gern an sie gedachthaben, welche ihnen verkündigt hatten „jene Wortedes ewigen Lebens“**. Das Beyspiel der er-sten Christenlehrer war eben so anziehend für jeneChristen, welche davon Augenzeugen waren. Derfromme Wandel, durch welchen sie ihren Belehrun-gen Kraft und Nachdruck gaben „wodurch sie sich„selbst selig machten und die welche sie hör-ten***; die außerordentliche Standhaftigkeit, wel-che sie bewiesen unter dem Drucke der heißesten Ver-folgung; die Ergebenheit in Gottes weisen Willen,wenn sie unter den schrecklichsten Martern „ihrenscheidenden Geist in Gottes treue Vaterhändeempfohlen*** Dieß alles mußte jenen erstenChriſten das Andenken ihrer Lehrer theuer und ihrBeyspiel nachahmungswerth machen.* Matth. IV, 16. * * Joh. VI, 68.*** 1 Timoth. IV, 16.### Luc. XXIII. 46. Apostelgesch. VII. 58.
Druckschrift
Das pflichtmäßige Andenken an würdige Religions-Lehrer : eine Predigt bey der Amts-Niederlegung des Herrn Predigers Johann Wilhelm Janssen gehalten am 27. Junius 1802 in der reformirten Kirche zu Düsseldorf ; nebst einigen angehängten Notizen über die allmählige Entstehung und fernere Ausbreitung der dortigen reformirten Gemeinde und einem Verzeichnisse aller Prediger derselben von 1584 bis 1802
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