Macht, er selbst tritt mit hemmungsloser Rachsucht aufjedes menschliche Recht, er selbst verzichtet in schamloserGeldgier auf jede völkische Würde — und niemand glaubtder allzu leichten heuchlerischen Maske seiner Phrasen mehr.Wir danken ihm sogar, daß er das köstliche Visier der Zivili-sation nun aufgeklappt und der unendlichen Geduld der Deut-schen, unserer an Schlaffheit grenzenden Fähigkeit im Ertragendie unverhüllte Brutalität seines gallischen Gesichtes zeigt,daß sein spitzer rücksichtsloser Stachel unseren schlafendenZorn jetzt aufzustoßen sucht, daß er unsere wirtschaftendenKlassen lehrt, nicht die noch so richtige Theorie, nicht der nochso große Nutzen sei die wesentliche Triebkraft unter den Völkern,sondern Liebe und Leidenschaft für das eigene Land, Haß undIngrimm gegen den Feind, Wille die Macht zu erwerben undden Sieg zu behaupten, seien auch noch wirkende Mächte nebenfrommen Wünschen für Friede.Versöhnung und gutes Geschäft.Denn die deutschen Schwärmer wollten und wollen nochimmer nicht glauben an den Willen des Gegners, uns ganzzu vernichten: sie bewiesen im Kriege mit sorgsamer Rechnung,daß die feindliche „völkerrechtswidrige" Abschnürung Tau-sende unserer Männer und Frauen der Verelendung, Millionenunserer Kinder der Verkümmerung preisgab — folgertenwir daraus, daß nur der Widerstand bis zum Äußersten unshelfen und retten könnte? Nein, wir vertrauten auf die Ge-rechtigkeit, auf die Humanität, auf die Sirenenstimmen derGegner und legten die Waffen nieder! Sie hören heute anjedem Tag und aus jedem Mund der französischen Führer:„Wir müssen rings eine Schranke schaffen, damit während derVerwesung Deutschlands keine Ansteckung nach außen schlägt,wir müssen alle Lücken dicht verschließen, daß die Deutschenzwischen unseren Heeren eingeklemmt ersticken und verfau-len" — folgern wir daraus, daß nur die Vorbereitung zumÄußersten uns helfen und retten kann? Nein, wir vertrauennoch immer auf die endlich erwachende Vernunft der Gegner,auf ihren inneren Umsturz oder auf „internationale Solida-
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