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Vier Reden über das Vaterland
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am Rhein, und selbst der romantische Preußenkönig, der denKölner Dombau als Sinnbild der deutschen Einheit feierte,ließ den verräterischen Zweifel gelten, ob die „fremdartigenLänder" im Westen nicht das Unglück Preußens seien, ver-sagte sich feige der Kaiserkrone, weil das am Main versammelteVolk sie bot und Habsburg grollte. Und zum Vergessen derFürsten kam das der Führer des Volkes: unter tausend Redenzu Frankfurt am Main fanden sie kaum ein Wort für die offenerheinische Flanke und gegen den westlichen Feind. Wohlwar den Streitern der Freiheitskriege und ihren Söhnen, denMännern und Jünglingen des Wartburgfestes und HambacherFestes, unvertilgbare Sehnsucht nach dichterer Einheit wach-geblieben, aber durch westliche Hirngespinste von Völkerbund,Weltfrieden und Menschheitsbeglückung weichten sie selbstihre Kräfte auf, durch den Glauben an die unbedingte Selig-keit der westlichen Vertretungsformen der Volksgemeindegaben sie den Willen zur eigenen deutschen Schöpfung derStaatsgemeinschaft auf und mußten in Frankfurt lernen,daß Reden und fromme Wünsche keine Reiche aus den Angelnheben, daß Ideen und Theorien ohne Macht und Waffen,die sie verwirklichen helfen, keine Tragkraft haben. Mitihrer tiefen Enttäuschung erlosch der letzte Traum vonalter deutscher Herrlichkeit auf dem neuen Bildungsbodendes Bürgertums, verblaßte der letzte Goldgrund gläubigerSchwärmerei aus romantisch-christlicher Zeit.An die Stelle der geistigen Ideen traten von nun an als einzigeWirklichkeiten die „materiellen Kräfte"; die Männer des Zoll-und des Nationalvereins begriffen die Einheit nicht mehrals inneres Ziel einer deutschen Gemeinschaft, sondern alsäußeren Zweck zur Verdichtung wirtschaftlicher Macht, undwenn auch auf ihren Fahnen noch Freiheit, Völkerverbrü-derung, Menschheitsglaube und ähnliches stand, so bedeutetedas nach westlichem Muster Herrschaft des Parlamentes,Verkehrs- und Handelsfreiheit, Aufhebung zwischenstaat-licher Zölle und ähnliches mehr. Sie glaubten diese Güter

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