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Vier Reden über das Vaterland
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beim Beginn der Probe lag in diesem einigen Glauben an dieKraft der Volksgemeinschaft, an die Sicherheit des Sieges trotzder Gegnerschaft der ganzen Welt. Sie alle hatten in sich undihren Kindern seit fünfzig Jahren diese Gewißheit genährt,ein jeder hatte ruhig das eigene Geschäft betrieben und nichtam gemeinsamen Hause weitergebaut: denn die staatlicheEinheit schien in den einmal gesetzten Streben und Schrankenfest genug, die wirtschaftliche Einheit Tag für Tag den Baumit stärkeren Klammern zu durchziehen, dh Bildungseinheitunaufhörlich und fast im Triumphe steigenden Wissens undFindens „fortzuschreiten". Aber keine erwies sich als dichtgenug, weder die des Staates noch die der Wirtschaft nochdie der Bildung, und sollen wir nicht abermals irre werdenan unserer Zukunft, uns nicht abermals müde bescheiden,wie einst der alte Heeren: daß wir wenigstens durch unsreKunst und Wissenschaft noch einige Jahrhunderte unter denVölkern weiterleben — so müssen wir wissen, warum der Baunicht hielt, wo seine Fehler liegen, die unsere Schwächen sind.Die staatliche Einheit der Deutschen ist unauflöslich mitdem Schicksal des Rheines verknüpft, das hatten Schmachund Knechtschaft genug gezeigt. „Erst jetzt zum ersten Maleim Jahre 1812," schrieb der junge Moltke bei der Betrachtungder westlichen Grenze, „waren alle Deutschen ohne Ausnahmegezwungen, einem fremden Herrn Truppen zu stellen und einemfremden Befehl untergeben, um für eine fremde Sache zukämpfen. Da diese Schande an der Nation offenbar wurde,bei der seit zweitausend Jahren die Herrschaft Europas ge-wesen, schien der Himmel selbst sie unerträglich zu findenund gab dessen ein Zeichen, um die Menschen zu erinnern,was sie auch ohne ihn hätten tun sollen. Wahrlich, jene großenSchrecken der Natur, die Napoleons Fall verkündeten, gerei-chen der deutschen Nation zu tiefer Beschämung." Wohltraf dieses Schauspiel unsere Besten schon zum Kampf bereit,aber die Fürsten vergaßen die Lehre des Himmels, noch bevorder Kampf der Völker zu Ende ging, sie vergaßen die Wunde

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