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Vier Reden über das Vaterland
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diesen Opfern erneuerten sie zugleich das dünngewordeneBlut der alten Welt und schufen sich selbst, wie der Geniustut, die zukünftigen Gegner: denn was wäre Britannien ohnedie Angeln und Sachsen, was Gallien ohne die Franken, Bur-gunden, Alamannen und Goten, was Spanien ohne die Ala-nen und Goten, was Italien ohne Langobarden, Goten undandre Stämme, was Rußland ohne die Herrscher aus RuriksStamm, was denn Amerika selbst ohne Engländer, Holländer,Deutsche ? Sich selbst vergeudend schufen die Germanen neueKerne der Kraft für Völker, Staaten und Welten. Ja siewagten noch mehrl Indem sie das große Reich in Trümmerschlugen, widerstand ihnen doch die schwindende Kraft desantiken Geistes. Er hatte sich einer Macht vertraut, diedauernder war als die Kastelle und Legionen der Caesaren:dem Christentum. Seiner Überlegenheit beugten die jungenVölker sich, sie brachten das größte gefährlichste Opfer, dieeigenen Götter zu verlassen um eines fremden, aber höher undmächtiger Erkannten oder Geahnten willen, diesem beugten siefreiwillig zwar, doch je länger je mehr in schrankenloser Hin-gebung den Nacken und blieben dennoch darin ruht bis heuteunsre geheime Kraft!in ihrem alten Stromland unter den altenFührergeschlechtern die gleichen Germanen, die Deutschen.Es war von ungeheurer Bedeutung für unser Schicksal, daßdiese Einung sich an den beglückenden Ufern des Rheinesvollzog: hier wo das Göttererbe am tiefsten versenkt und be-wahrt blieb, hier wo die breiteste Silberstraße, die den Ländernund Meeren offenstand, die Weltgewandtheit und weltlicheAnmut und Sitte erhielt, hier wo sich im Mischkrug des Han-dels und Wandels die Völker und Geister berührten und Aus-tausch hielten: hier war der Ort, wo die Deutschen die Formender Bildung der großen Kirche wie der Stämme und Staatendes Südens und Westens in sich bewältigen konnten, ohneselbst verfremdet zu werden, und ohne sich selbst zu ver-lieren wie auch die fremdesten Reben hier bald das hei-mische Merkmal erhalten, die rheinische Blüte.

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