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Vier Reden über das Vaterland
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die neue Welt zu gebären: das Reich, die Kirche, die Stände,die weltlichen und geistlichen Länder und die herrlichen Städtemit all dem tausendfältigen Reichtum an geselligen Formen,an Bau und Bildwerk, Lied und Sage, Wissen und Wirken.Als der Römer erobernd ins Rheintal eindrang, fand er dieGermanen zu beiden Seiten des Stromes schon vor, er trafin ihnen auf härteren völkischen Urstoff als den der kel-tischen Gallier, die schnell zu Romanen wurden und so tiefihre Sitte und Sprache verloren, daß kaum noch Reste davonerhalten blieben. Wohl überspannten die Römer das Rhein-land auch mit dem dichten Netz ihrer starken Verwaltung,wohl lagerte hier zu Zeiten ein Dritteil ihrer gesamten Heer-macht, wohl zogen sie ihre gewaltigen Straßen schnurgeradüber Hügel und Ebene, dämmten, überbrückten und tieftendie Flüsse, bauten Städte und Festen, Paläste und Villen,Theater und Tempel, brachten überlegene Betriebe, Wissen-schaften und Künste ins Land aber der Germane duldetedies alles, nahm dies alles und blieb Germane. Noch heutezeugen im Rheintal die gewaltigen Quadern der Römerpforten,die riesigen Ziegelmauern der Lager- und Gotteshäuser vonder Wucht des damals waltenden Geistes, noch heute tönt inden rheinischen Kirchen die Römersprache und nähren sichganze Zweige unsrer Schulen und Wissenschaften von denSchulen der Alten: nicht nur die steinernen Trümmer, auchdie wankenden Reste der christlichen Welt durchweht nochheute derrömische Hauch", und dennoch wurde der Rheinkein römischer noch romanischer Strom wie Rhone, Garonne,Loire und Seine, sondern blieb germanisch vom Quell bis zurMündung, ward Deutschlands Strom von Ufer zu Ufer. Un-sere Ahnen zerschlugen das mächtige Reich, das ihren Stromin Fesseln legte, sie schwemmten ihre Völkerwogen über dasFremde hin, sie trugen Stamm um Stamm bis tief in die ro-manisierten Länder, ja opferten ganze Stämme in Untergangoder Mischung, um hinter ihnen den Rhein und mit ihmDeutschland in sprach- und volklicher Einheit zu lassen. Mit

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