alten sich das neue Leben gebäre, daß den Menschen die großeLust gegeben sei, sich selber zu verjüngen, daß die Völker sichaus dem reinigenden Tode unüberwindlich erheben, daß ausfrischem Geiste das Weiseste komme, daß sie nicht wartensollen, bis die umschaffende Natur sie alt und müde in denewigen Umlauf stößt, sondern freiwillig sich zur rettendenGesundung ins heilige Bad der Wandlung stürzen müssen:
So wagts! was ihr geerbt was ihr erworbenWas euch der väter mund erzählt gelehrtGesetz und brauch, der alten götter namenVergeßt es kühn und hebt wie neugeborneDie äugen auf zur göttlichen natur,Wenn dann der geist sich an des himmels lichtEntzündet, süßer lebensodem euchDen busen wie zum ersten male tränkt
------------wenn euch das leben
Der weit ergreift, ihr friedensgeist, und euch
Wie heiliger wiegensang die seele stillet,
Dann aus der wonne schöner dämmerung
Der erde grün von neuem euch erglänzt
Und berg und meer und wölken und gestirn
Die edeln kräfte heldenbrüdern gleich
Vor euer äuge kommen, daß die brüst
Wie Waffenträgern euch nach taten klopft
Und eigner schöner weit: dann reicht die hände
Euch wieder, gebt das wort und teilt das gut
O dann ihr lieben 1 teilet tat und rühm
Wie treue dioskuren: jeder sei
Wie alle, wie auf schlanken säulen ruh
Auf richtigen Ordnungen das neue leben
Und euern bund befestige das gesetz.
Dann — wir wissen es schon — werden die langentbehrtenlebendigen Götter wiederkehren und das freie Volk wird sie zuseinen Festen laden.
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