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Vier Reden über das Vaterland
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welche diese große und heilige Sache Deutschlands verfoch-ten, zusammenhalten und treuer aneinanderschließen,damitWeimar seinen alten literarischen Ruf erhalte und von dieserSeite bedeutende Wirkungen äußern möge", wie er am i. Mai1807 an Voigt schrieb, ,,zu einer Zeit, da unsere Widersacherbesonders seit den letzten Unfällen uns so gern für vernichteterklären möchten".

So sprach er gleichsam vom unerschütterten Throne herab undnannte es 1806 eine wahre Verräterei, Weimarals einen Sitzder Kultur und Männer, welche als tätige Beförderer derselbeneinige Ansprüche auf öffentliche Achtung haben können,unwürdig zu behandeln", vor den Augen des Feindes die eige-nen Blößen aufzudecken, statt auf alle Weise zu sorgen,daßder, in dessen Hand jetzt das Schicksal liege, die Achtung,die wir ihm durch ein höheres geistiges Übergewicht abgenötigthaben, nicht verliere".

Sie hören, wie hier sein herrscherlicher Stolz schon 1806 dasausspricht, was später der Inhalt der Fichteschen Redenwurde, und wenn Schelling in den gleichen Tagen an ihnschrieb:In diesen Tagen des Zerfalls kehrt sich unsere Liebe. . . ganz den einzelnen Herrlichen zu, in denen wir ein har-monisches Ganzes lebendig und gegenwärtig sehen. Die Weltist noch nicht arm, wenn ein Geist wie der Ihrige in ihr wirktund seinen Glanz auf sie wirft" so erkennen wir an dieserund anderen Stimmen, daß die wahre Bedeutung seinesLebens und Handelns doch auch den Zeitgenossen nicht ganzverborgen blieb und ihren Sinn: Stolz und Hoffnung und ver-borgene Kraft zu wecken, wirklich erfüllte. Ja, die geistigeMacht Weimars wirkte sich auch tatsächlich schon ins un-mittelbar Politische aus, und wie es später manchem vonden jungen patriotischen Brauseköpfen ein heimliches Asylwurde, so wußten sich auch in der Franzosenzeit die gefähr-deten Deutschen hier am sichersten und von vielen Seitensandte man selbst Goethe die Kostbarkeiten zur Aufbewahrungzu bis in bessere Zeit.

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