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Vier Reden über das Vaterland
Entstehung
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So wachsen Kraft und List nach allen Seiten,Der Weltkreis ruht von Ungeheuern trächtigUnd der Geburten zahlenlose PlageDroht jeden Tag als mit dem jüngsten Tage.

Der Dichter sucht das Schicksal zu entbinden,Das wogenhaft und schrecklich ungestaltetNicht Maß noch Ziel noch Richte weiß zu findenUnd brausend webt, zerstört und knirschend waltet.Da faßt die Kunst in liebendem EntzündenDer Masse Wust, die ist sogleich entfaltet,Durch Mitverdienst gemeinsamen ErregensGesang und Rede, sinnigen Bewegens.

So hat er selbst die beiden Gestalten ebenbürtig in Sein undHandeln nebeneinandergestellt und ihren Umkreis kurz um-rissen.

Napoleon hat diese Ebenbürtigkeit sofort erkannt und wieden Mann auch den Ort geehrt, der in Wahrheit sein Sitz, dieMitte des deutschen Bildungsreiches war. Denn der NameWeimar war zum Sinnbild des Goetheschen Wirkens gewordenund wenn er auch über die französische Kultur schon seineersten Siege erfochten hatte, bevor er dorthin kam,dieSchleichhändler des Geschmacks schon über den Rheinzurückgejagt hatte", wie Schiller sagte, so hatte er doch seinestillen Feldzüge vor allem von Weimar aus geleitet, von hieraus hatte erFreundschaft, Liebe und ein höheres Interesse"verbreitet, das noch lange gelten würde, wenn das leidenschaft-liche Treiben längst verklungen sei, hier hatte erwie einervom Felsen dem Schiffbruch ganzer Flotten sicher zugesehen".Weimar war ihm und den Deutschen nach einem frühenWielandschen Worte der Berg Ararat geworden, wo die gutenMenschen Fuß fassen konnten, während die allgemeine Sünd-flut die übrige Welt bedeckte: hier wollte erdas unangetastetePalladium" der Dichtung eifersüchtig bewahren und alle die,

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