weil er frühzeitig in diesem jugendlichen Dämon nicht dieFürstlichkeit, sondern „eine tüchtige Menschennatur, einentüchtigen Menschenwert" entdeckt hatte, vor dem allein erwahre Achtung fühlte?
Er sah die Ursachen der innervölkischen Fieber mit klaremBlick: „Außerhalb Trojas versieht man's und innerhalb Trojasdesgleichen", aber er ließ sich nicht von den Flackerworten derrevolutionären Ideen mitreißen wie so viele Deutsche, die dann,als die Feuer auch brannten, die Fieber auch töteten, ver-zweifelt die Revolution oder Napoleon anklagten wie einetreulos gewordene Geliebte.
Er verglich die Bewegungen seiner Zeit mit ähnlichen der Ge-schichte, um ihre Ursachen, Kräfte und Wirkungen zu er-kennen, er maß sie an den Bildern hohen Menschtums, umsie in ihren Personen und Absichten werten zu können. Soüberzeugte er sich und sprach es aus, daß ,,die revolutionärenAufstände der unteren Klassen eine Folge der Ungerechtigkeitder Großen sind" . . . daß „irgendeine große Revolution nieSchuld des Volkes ist, sondern der Regierung". Revolutionenseien ganz unmöglich, sobald die Regierungen fortwährendgerecht und fortwährend wach seien, so daß „sie ihnen durchzeitgemäße Verbesserungen entgegenkommen und sich nichtso lange sträuben, bis das Notwendige von unten her er-zwungen wird." Dieses politische Glaubensbekenntnis undnoch tiefere Einsichten von der großen Verpflichtung desErbes, von der Verderblichkeit des Widerstreites der Herr-schenden unter sich, von dem Offenbarwerden des Furcht-baren und Schlechten, aber auch des Menschlich-Zartenund Edlen im Unglück, von der Läuterung des Echten durchdie Stunden der Gefahr und des Schreckens legte er inseinen Dichtungen „Die Aufgeregten", „Der Bürgergeneral",„Hermann und Dorothea", „Die natürliche Tochter", „Unter-haltungen deutscher Ausgewanderten", ja später auch imzweiten Teile des Faust und, soweit er von den Fragen nachneuen gesellschaftlichen Ordnungen erregt worden war, im
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