eines Herzogtums mitgeleitet, an militärischen Organisationenund Feldzügen, ja an schwierigen politischen Verhandlungen,wie der Gründung des Fürstenbundes, teilgenommen, undmehr als das, er war Vertrauter und Freund, Wirt und Besuchervieler Fürsten und Fürstinnen und der bedeutendsten Staats-männer seiner Zeit; an sein verschwiegenes Ohr schlugenoft genug Wünsche und Pläne der kleinen Ränke wie der hohenStaatskunst, die sein offenes Auge befähigten, weitvoraus dieBewegungen der Zeit zu überblicken.
Es würde den Rahmen unserer Stunde sprengen, wollte ichIhnen im einzelnen seine Anteilnahme an den staatlichenGeschicken von der Begeisterung des Knaben Wolfgang fürFriedrich den Großen bis zur Voraussage des Greisen über denUntergang des griechischen Freiheitshelden Kapodistriasschildern, von der Vorahnung des Unglücks von 1806 und demHalt, den er fast allein dem Herzogtum nach den Tagen desUnglücks gab, von dem prophetischen Wort, als 1812 die un-zähligen Heere Napoleons nach Rußland marschierten: „War-tet nur ab, wie viele davon wiederkommen werden!" oder derspäteren Warnung vor der nie zu unterschätzenden Kraft desgroßen Korsen, von der Segnung der Waffen der freiwilligenschwarzen Jäger im April 1813 oder der bitteren Voraussagedes nächsten Jahres, daß die Befreiung von den Franzosennur die Abhängigkeit von den Russen und der östlichen Bar-barei bringen werde, die er mehr als alles verabscheute.Genug, er nahm an den äußeren Geschicken teil wie einKundiger und Mitfühlender, aber er haßte alles unnützeSchwätzen und Klatschen über diese schweren und ernstenDinge, dämpfte alle Übertreibungen, die zu nichts führen konn-ten, und gerade, weil er überall, wo er konnte, von Kennernund Könnern eine sachliche, nüchterne Unterrichtung suchte,übte er bei weiter Voraussicht eine große Mäßigung und Zu-rückhaltung im Urteil aus.
Selbsterduldete Leiden verriet er nur den nächsten Freundenwie Karl August und Zelter, während er Fremderen wie
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