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Vier Reden über das Vaterland
Entstehung
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wir wissen es nun, wenn immer neues zeugendes Leben ent-stehen soll.

Aber darin liegt und damit wollen wir zum Anfang zurück-kehren und den Kreis unsrer Betrachtung schließen darinliegt die Gefahr von heute, daß dieser einzige Weg zur Rettung,Erhaltung und Erhöhung des deutschen Lebens und Wesens,daß der männliche Kampfwille und die männliche Opferfähig-keit selbst, daß die Quellen der Rettung, nicht nur in ihremDasein, nein auch in ihrem Daseinsrechte bedroht werden.Ich will, um am Tage der Toten nicht an die Streite der Mei-nungen zu rühren, von der versuchten Ausweitung der nochkaum gebundenen Volksstaaten in zwischenstaatliche, inmenschheitliche, in Weltbünde schweigen, aber mit und nebendiesen Versuchen wächst das Bestreben, die männlichenTugenden des Kampfes, die heldische Artung, die kriegerischeErziehung verächtlich zu machen, sie als veraltete, ja alsböse und verruchte Formen der menschlichen Entwicklungzu bezeichnen, die barbarischen Zeiten angehörten; es geht dieRede, daß wir ohne sie glücklicheren und schöneren Zeitenentgegengingen, daß der Krieg ein überholtes Werkzeug alterStaatskunst, der Friede der einzig würdige Gegenstand derzukünftigen sei und seine Sicherheit edleres Leben erzeugenwerde als Gefahr und Kampf.

Nun, wir wollen auch über die Wirklichkeit und Notwendigkeitdieser gewaltigen Mächte, welche die menschlichen Geschickeso lange durchpulst haben, heute nicht streiten: Der Kriegwird denen, die ihn ausmerzen wollen, selbst entgegnen: daßauch er ewig wie der Friede ist.

Aber an einem letzten Punkte können wir nicht vorübergehen,wenn wir der gefallenen Helden gedenken: daß nämlich solcheMeinungen ihren Opfertod beschimpfen oder was schlimmerist, ihn als sinnlos erklären, daß sie unsre Toten als armeSchlachtopfer eines Wahnes betrachten, auf den die höhereAnschauung der Künftigen oder schon der Heutigen mit-leidig zurückschaue. Wenn solche Anschauungen um sich

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