Schaftsbünden oder heiligen Scharen zusammenschließen, dieim Kampfe unzertrennbar, unauflösbar standhielten, derenSinn der Opfertod füreinander und für das Vaterland war.Und wie an die Entstehung so waren auch an die Bewahrung imUnglück, an die Errettung des Landes aus Not und Gefahr diestrahlenden Namen jener Edlen geknüpft, die einst ohneZögern das dunkle Schicksal auf sich nahmen. So fiel KönigKodros von Athen als Bauer verkleidet gegen die Spartaner,da die Orakel verkündet hatten, daß der Staat siegen werde,dessen König fiele, so fiel Kallikrates, der schönste Mannunter den Griechen und der größte an Wuchs unter den Spar-tanern ohne Gegenwehr bei Platää, da der Kampf gegen dieanstürmenden Feinde noch vom Führer verboten war und sagtesterbend: „Ich klage nicht über den Tod, denn deswegen binich hierher gegangen, um für Griechenland zu sterben, aberes tut mir weh zu sterben ohne meine Arme gebraucht zuhaben." So schmückte sich Leonidas mit seinen Dreihundertbei den Thermopylen, als er die Gewißheit des Untergangeserkannt hatte und wie zum Feste gingen sie zum Tode, nachdem Verbrauch der Waffen noch mit Hand und Mund dieFeinde würgend. Was brauche ich noch die Namen von Mara-thon und Salamis zu nennen, wo die kleinere Schar sich mitjener Stroßkraft auf die übermächtigen Feinde warf, die nurdie Todgeweihten kennen!
Auch die Frauen standen in jenen Zeiten nicht zurück. Siekennen die Mahnsprüche der Spartanerinnen an ihre Söhne,die ins Feld zogen, Sie wissen wie nach der unglücklichenSchlacht bei Leuktra die Mütter der dort gefallenen Söhne sichfestlich schmückten und dankend zu den Altären der Göttereilten, die Mütter der Zurückgekehrten aber sich in Trauer-kleidern im Innern der Häuser verschlossen. Und auch dieMädchen scheuten den Tod nicht, wenn es die Errettung derVaterstadt galt: Makaria die Tochter des Herakles bot sichfreiwillig zum Opfer dar, als nur der Tod einer Jungfrau ausedelstem Geschlechte ihre Stadt erretten konnte; die Töchter
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