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Vier Reden über das Vaterland
Entstehung
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freiwilliges Aufsichnehmen von Leid und Mühe, Gefahr undTod, wo eine freiwillige Selbsthingabe des Einen oder mehrererfür die anderen, für eine Gesamtheit sich vollzieht. Es ist dasklare und doch geheimnisvollste, seltne und doch nötigsteGeschehen unter den Menschen, von dem der Dichter desHyperion sagt:Weil kein Glück ist ohne Opfer, so nimm alsOpfer mich, o Schicksal, an!" So haben die frommen Völkeres zu allen Zeiten gesehen und im Sinnbild des Tier- oderFrucht- oder Blumenopfers oder auch des stellvertreten-den Feindopfers festgehalten, und wenn der sinnbild-liche Gehalt den Menschen verlorenging, so mußte ein Gott-gesandter kommen und den blindgewordenen Geschlechternwieder die Augen öffnen für das ewige Geschehen.Wir wollen nicht lange bei dem Opfer in seinen sinnbild-lichen oder stellvertretenden Formen verweilen, sondern daswirkliche Selbstopfer in seiner höchsten Ausprägung nämlichbei den großen Gestalten der Menschheit betrachten, weil beiihnen der Bereich der Freiheit am reinsten deutlich wird. Andiese Erscheinungen haben die heiligen Geschichten der Völ-ker von jeher ihren Heilsweg, ihre Erlösung, ihre Rettung,ihren Ursprung geknüpft und bewahrten die Erinnerungdaran als ihr höchstes Gut, als die leuchtende Richte auf demdunklen Rätselweg des Daseins.

So dünkt es den Gläubigen der Wiedergeburten in Indien alsdie größte Gabe, daß Gotamo Buddho und andere Geistervor der letzten Stufe ihres Daseins, die ihnen erlaubte als ganzGeläuterte in das ewige Nichtsein, in das Nichtmehrwieder-geborenwerden einzugehen, nochmals in die Verleiblichungzurückkehren, um die Brüder auf Erden den rechten Weg zulehren, den sie schon gegangen waren. So deuchten den Grie-chen die Leiden des Prometheus, die Mühen des Herakles undaller Halbgötter, durch die sie die Menschen beglückten, dieErde befreiten und fruchtbar machten, der höchsten Ver-ehrung wert, und alle Schauer des tragischen Geschehens,durch die sie sich in ihren geheimen und öffentlichen Feiern