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Herrschaft und Dienst
Entstehung
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DER HERRSCHER

DIE Schöpfung einer weit ist die bildwerdung des blutesdurch den geist. Indem wir uns vor tieferer deutungbescheiden und in die worte Blut und Geist wie in zweidunkle brunnen schauen, deren Spiegel wir nur irrend schimmernsehen, an deren einheitlich verschmolzenen grund sich kaum dieahnung wagt, versuchen wir an sichtbar werdenden gebilden densinn zu schärfen und was an Oberflächen von verborgen brennen*den geheimnissen noch farbig zittert, durstig zu erfassen. Wieder stoff das mittel zum werke, das werk das mittel zum bildeist, so ist das mittel zur bildwerdung des blutes durch dengeist:die Geistige Tat. Die Geistige Tat ist der inhalt der Herrschaft,durchweiche der Herrscher, gleichgültig ob er ein überkommenesgut zu verwalten oder ein unerhörtes zu errichten hat, gleich*gültig an welchen versuchten oder unversuchten Stoffen er seinfeuer übt, sei es glaube oder ton, staat oder stein, spräche oderzahl, mit innerem zwange die Ebenen des Reiches seiner formungunterwirft. Der Herrscher ist also die kraft, welche die GeistigeTat vollbringt. Je tiefer ihre einheit ist, um so erhabener ist ihreWirkung und obwohl die einheit menschlicher dinge nicht un»bedingt an einer körperlichen einheit haftet, da ein göttliches dievielheit binden kann, ist doch die höchste möglichkeit nur dieseeine, dass in Einem menschen der Herrscher sich gebiert.Es scheint an diesem punkte, als ob die einzahl oder mehrzahlder person des Herrschers in einer inneren beziehung zu denmittein stünde, an denen er sich dem reiche offenbart, als ob be-sondere stoffkreise oder besondere arten der werkvollbringungeine einzahl, andere eine mehrzahl so begünstigten, dass um das

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