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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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alten der europäischen Gesellschaft. So lagen die Gründe der Trennungzwischen Verwey und George über dem persönlichen Schicksal und sieerfolgte ohne menschliche Einbuße der Beteiligten und ohne Bruch. Keinverletzendes Wort ist zwischen den Freunden gefallen, sie trugen beidedas Notwendig-Auferlegte, und sowohl George wie die Dichter der Blät-tergemeinschaft verehren weiterhin in Albert Verwey den größten zeitge-nössischen Dichter im außerdeutschen Raum.

5 KAPITEL: DER DICHTER UND DIE ZEIT-MÄCHTE

WEDER der Krieg noch der Friede hatten, wie wir zeigten, dieStellung des Dichters auch nur um Haaresbreite ändern können-Was wechselte, war die in völlig veränderten Welttatsachen notwendigandere Äußerungsform seines unveränderlichen Wesens. Nicht die Nieder-lage sondern die Zertrümmerung des Staatsganzen und die Gefährdungder durch das Preußentum immer noch bewahrten wehrhaften und staat-erhaltenden Triebkräfte: dies war das Äußerliche worauf sich im Ja nre1921 das neue Wort des Dichters in die Zeit bezog. Hatte er während desKrieges der Phrase von Heldentum und Erneuerung den unerbittlichenSatz entgegengestellt: Wie ein Jahrhundert so auch seine Kriege- s °gab er nun gegenüber dem Rasen aller nihilistischen Wähne in denDr elGesängen" den einzig bleibenden Trost im Hinweis auf das neue G e *schlecht, das er erzog, und rief in der Zeit, die jede Vorrichtung geg enkünftig ausbrechende Heldenregung traf, nach dem einzig helfenden, den 1Mann der das Neue Reich pflanzt. Er sparte auch jetzt die Geißel nie»gegen Frevel und Feigheit draußen und drinnen, aber er lehrte die Toteehren als Blutzeugen der heiligen Ehre und Mahner der Vergeltung-lehrte uns in dem GedichtEinem jungen Führer im ersten Weltkrieg Jsich vom Schwärm der Lästerer scheiden, die dievergeblichen Opi erdes Kampfes verhöhnten oder schlimmer noch bemitleideten utlbedauerten, und mahnte im Bejahen des schlicht und groß Getanen deStolz vor dem Geschick zu bewahren und den Sinn des Geschehenen zretten.

Die Wucht der Widerstände, welche dem Weltbild Georges entgeg e °stand, war nach dem Kriege nicht geringer sondern größer geworden. ^erdumgreifende Macht der heutigen Wirtschaftsgesellschaft, um nur o lmaßgebendste Einheit ihrer Bildungen zu nennen, schien unerschütterba

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