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seine Freunde und Helfer waren und ihr Fach so gut und gewissenhaftwie die Besten betrieben, vor die Entscheidung zwischen Kunst und Wis-senschaft stellte, verstanden sie diese Frage gar nicht und antwortetenihm mit den Worten Nietzsches: „Man könnte uns nicht mehr Unrechttun, als wenn man annähme, es sei uns um die Kunst allein zu tun"es war ihnen längst um mehr zu tun: um die Gotteskunst des hohenLebens.
6. KAPITEL: DER NEUE KREIS IN BERLINUND MÜNCHEN
GEORGE suchte in diesen Jahren noch immer die frühen Gefährtenauf, stieg noch oft mit jungen Freunden die vielen Stufen zu Lechterhinauf und Gespräche gingen um die Geheimnisse Indiens, das Lechterein halbes Jahr lang besucht hatte und von dessen unbekannten Mahatmaser mehr erwartete als der Dichter. In Adyar sah Lechter den Knaben, dendamals die europäischen Theosophinnen als frischgesegneten Hinduhei'land aufzogen, und der inzwischen nach kurzem Heilsgang sein Amt schonniedergelegt hat. George weilte noch oft bei Reinhold und Sabine Lepsruund die Rede ging von den ewig Unvereinbaren Michelangelo und R ernbrandt, von den neuesten Werken der äußersten Maler und Musiker, Raurn-und Schaumkünstler. Es war die Zeit der höchsten wirtschaftlichen BWDeutschlands und alle Märkte waren überschwemmt von den Künsten ah eErdteile und Zeiten, es wimmelte von Ausstellungen und Schaustellung ealler Art: Wirbel und Wehen und keine Geburten! Dies und vielesvom Taumel schrankenloser Fortschrittsseligkeit befallenen Zeit bewegGeorge und die Dichter der Blätter damals, die offnen Auges die Bewgungen und Strebungen der bürgerlichen Welt verfolgten. Aber es g afür sie noch ein anderes Reich, das nur von einem wußte, in das k elLärm von außen, kein Wirrsal der Meinungen, kein quälendes Zwe» enoch optimistisches Versuchen drang: den inneren Staat der Gerne»schaft, das Miteinandersein der Jugend des neuen geistigen Reiches.Wir haben oben einmal die besondere Befreundungsart Georgesdie Verbindung von menschlicher und werkhafter Freundschaft bezei
net. Dieser Trieb seines Lebens, alles persönliche Erleben, alles Ergrin e
einsein von Geistern und Geschöpfen, Seelen und Dingen zugleich m
Werkhaft-Überpersönliches zu schwingen und zu gestalten, vollend
sich in der Gott- und Weltschöpfung des Siebenten Ringes. All sein T" '
all seine Liebe ging in Werk und Bildung auf und je mehr Gebiete dc
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