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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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alldurchwaltende Wunder, eines Wesens mit dem Lichte und unsäglichs chÖn. Wenn sie für ihn nicht an die irdisch ergreifbare Gestalt gebunden"leibt sondern zugleich ihr ewiges Urbild jenseits aller Ergreifbarkeit undFaßbarkeit bedeutet, so wird sie seinen Augen dennoch sichtbar bis ins"ochste Licht und er spiegelt im letzten Blick sein Menschenantlitz in deme,3e nbildlichen Menschenantlitz Gottes, das Rätsel der GottmenschlichkeitIn beider Liebeseinung lösend. Dagegen ist Shakespeares Eros wieder^amme, die nur in greifbar leiblicher Erdenschöne lebt. Das geboreneWunder der Schöpfung umfängt ihm das ganze Geheimnis des Seinsü nd die jugendlich schöne Wohlgestalt des Freundes schließt ihm alle Wel-etl schöne ein. In der barocken Begrifflichkeit seiner Dichtersprache, demc hristüch-scholastischen Erbe seiner Zeit, ist noch der Schatten eines er-sehenen Jenseits verfangen und die düstere Flamme seiner Leidenschaftre nnt in der Weltnacht ohne Sterne, aber tief ins Herz der Erde hinab,^ie der Minner Dante mit der Sicht auf die Fülle ewiger Schönheit nochn Piaton rührt, so rührt der Minner Shakespeare mit dem Blick auf dieizigkeit eines irdisch Schönen wieder an Pindar und vom neuerhelltenUr >d schaute der deutsche Dichter auf die Künder der göttlichen Liebe,ei gte sich ihnen in der Ehrfurcht seines Herzens und rief sie als Hütern d Helfer an. Wenn Klages in seinem George-Buche der deutschen Museür *i Vorwurf gemacht hatte:Weder die wolkenumrauschende Begeiste-_ n g des Pindaros noch die kristallharte Durchsichtigkeit Dantes noch dieail enlose Wahrhaftigkeit des männlichen Shakespeare sind je bei ihr hei-sch gewesen", so war dies ein Jahrzehnt später schon durch George fürle Dichtergemeinde der Blätter gegenstandslos geworden und ist es heuter einen weiteren Kreis von deutschen Menschen.

5- KAPITEL: DIE FOLGER UND DAS NEUE

WIRKEN

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IR haben bisher nur einen Teil dessen zu erfassen versucht, was

die Spannungen des Georgeschen Geistes nach der göttlichen Weihe

s Irdischen im neuen Lebensraume an Kräften auslösten und können

, Cn im folgenden nur ein Weniges von dem sichtbar machen, was Jahr-

«derte der Gestaltung nicht erschöpfen noch umgreifen werden. Aber

e dem Erzählten wird man schließen können, welche geistigen Massen

2 U bewältigen und welche tiefen Sichten es für die zu durchwandern

i die ihr Verlangen nach dem Ewigen in diesem sterblichen Menschen

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