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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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Menschlichkeit und die seiner Volksart fürchten mußte, ja daß dieserscharfe Kunstdenker aus solcher Furcht nicht die ursprüngliche dichte'rische Eroberung jener Bereiche erkennen durfte sondern die Verwen-dung geschichtlicher und kultischer Sinnbilder mit der Bindung an über'lieferte Formen verwechselte, von denen George sich weiter als je »^SIEBENTEN RING entfernte. Daß ein Verwey sich das Urteil über einKunstwerk trüben ließ, indem er bei seiner Abneigung gegen PapsttumFürstentum und sichtbare Gottheit vom stofflichen Gehalt statt von d erdichterischen Form ausging und so beinah der modernen Urteilsweise ver-fiel, zeigte freilich, daß hier ein Gehalt von solcher Wucht und eine solchErweiterung der künstlerischen Sphäre erschienen war, daß es keiner"inneren noch äußeren Lebensgebiete draußen und drinnen mehr erlan bwar, außer der Entscheidung zu bleiben.

Fast aus dem Gegensatz zu jenen beiden bedingt sich die Stellung D er 'leths zum SIEBENTEN RING: er war wirklich fest in der Überlieferungnämlich der katholischen Kirche gebunden und zugleich von drängendemWillen zum gegenwärtigen Handeln in die Zeit beseelt. Im gleichen W» n "ter, in dem die erstenZeitgedichte" in der sechsten Folge erschienen-hatte Derleth zum ersten Maledie Proklamationen" vor einer geladeneGesellschaft von Professoren, Geistlichen und Literaten Münchens velesen lassen und sie im folgenden Jahre (1904) veröffentlicht. Der bis» 1so Verschlossene und Zurückgezogene sprang mit einem Satze aus seinStille: er wollte mit diesem Werke,zu der letzten Auslese der umf 3 * 1 *reichsten Masse reden" und mit einem Stoße die träge Zeit erschütterIch erwachte und erschienen mir drei Zeichen: der Blitz, der Adler nnder Stern. Ich, Ludwig Derleth, bin allein und habe alle verbündet geg e

mich und erkläre im Namen Jesus von Nazareth den Krieg.--------

alle Regimenter, Magazine und Werkstätten der Welt. Wir dezimier eWir rufen den Rest der tüchtigen Männer vor die Front und scheinaus. Wir verlassen die Armee und gründen ein neues Reich.

Besser ist nicht geboren zu werden als untätig zu sein. Ist man & "einmal das Licht, so beleuchte man die Finsternis. Diese Schrift bedeuHerausforderung". Diese Proklamationen wollten kein Buch sein, wie eibefreundete Ankündigung erläuterte, sondern der eruptive Ausdruck einehern zusammengefaßten Wollens, das damit Tat wird. Sie wollten an* 1Härte mit der ekstatischen Glut und der lebenden Innerlichkeit der ) ÜJibsten Geschlechter verschmelzen, nichts anderes sein als ein geller F afarenweckruf in die Nacht der Zeit hinaus, das triumphierende NahenSiegerhelden verkündend: Christus Imperator Maximus! Nach der j cStischen Zusammenfassung von Lamm, Kampf und Glanz, vereinten s *

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