Seiner Kunst in die Dimension des Monumentalen und ohne daß die Seele"Iren Quellpunkt, wo sie nichts als ihre eignen Schicksale kennt, zu ver-assen braucht, gibt sie dem Gedicht seine höchste Kunstform und eineu °erindividuelle Gültigkeit. Während dieser monumentale Stil sich sonstnu r an der Form der großen Plastik oder Musik, der Architektur oder desUr arnas darstellte und die Lyrik ihn bisher nur in den Sonetten Shake-speares, in der Trilogie der Leidenschaft und in einigen Gedichten Höl-derlins gewonnen hatte, ließ DER SIEBENTE RING ihn als die Sehnsuchtu nd Erreichtheit des ganzen Georgeschen Lebenswerkes erscheinen. Sim-j^ el sah das Ungeheure der Leistung nicht mehr wie früher in der rein•^nstlerischen Formung, für die alle Wirklichkeit, selbst die des GefühlsUtl d der Leidenschaft, nur bloßer Stoff wäre, sondern in der SpannungAschen der weit- und schicksalumfassenden „Weiträumigkeit und hoch-u *atrnenden Größe dieses Stils und der unbedingten Geschlossenheit deseiI i seelischen Erlebens, der Kreisung der Innerlichkeit in sich selbst,le nun dennoch diesen Stil bis an seine Grenzen füllt". Ja er sah, daß esc h bei dem Vollzug dieser nicht nur gelegentlich gelungenen sonderns Georgesche Gesamtwerk durchwaltenden Verbindung von innersteme 'enleben und monumentaler Gestaltung nicht mehr um eine Sache derUt ist sondern um eine tief bedeutsame Erscheinung in der Geschichte des^ ei stes handle: „Es zeigt an, daß die Aufgabe der Menschheit, der Un-düchkeit ihres Seins auch eine Unendlichkeit von Formen, in denen ese und wirke, zu schaffen, mit einer neuen Lösung belohnt ist".Zweierlei ist an diesen schönen Darlegungen bezeichnend für die Denk-* des Philosophen: einmal, daß er das Eigentümliche des monumentalen. lle s gerade in den „Zeitgedichten" nicht vertreten fand, dann daß er diefhebung des Solipsismus der Seele — wenn wir diesen Begriff einmalte n lassen — im Buch „Maximin" und anderen Gedichten der daruma gerten Ringe nicht sah. Da sich nach seiner Meinung der monumen-^ e Stil nur an dem „Selbstsein und Mit-sich-reden" der Seele entfaltens . nt e und nicht an den großen und geschichtlichen Gestalten, die sie in„ " aufnimmt, so mußte seinem Blicke die das ganze Werk Georgesht minder durchwaltende Sehnsucht nach der Sprengung dieser „Ver-^ n g der Innerlichkeit" und die Erfüllung dieser Sehnsucht im reinsten^ 'tstoff, den er in sich aufnahm und dem er sich mit allen seinen KräftenSc , gab > mußte ihm die Lösung in der göttlichen Liebe zum schönen Men-g , en ' d ie Ich und Welt, Kunst und Leben verschmolz, notwendig ent-4ü Cn " ^ nsere Philosophen — auch Nietzsche noch — suchten alle Fragen^ ö de r weitesten Spannung des Ich zum All zu lösen, George fand ihren g gerade in der nächsten und dichtesten von Mensch zu Mensch.
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