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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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Bestellte Eigenleib und das plastisch verdichtete Eigenschicksal der Per-sonen. Warnung und Mahnung ergeht vor allem gegen das Rückwärts-Sewandt- und Versponnensein, gegen die Gefahr des genießenden oder all-zubefriedeten Daseins, gegen die Versäumnis des günstigen AugenblicksUl *d das gauklerische Blendwerk der Seelen, die schwelen und niemals flara-'fien. Durch alle Schwächen und Gefährdungen bald mild bald hart weistder Spruchfinger auf den einen Strahl, der das Verwirrte binden und dieDunkelheiten erhellen soll, auf das eine Ziel, in dem leichtes wie schweresfu n seinen Sinn empfangen soll: auf das neue Leben das der GottgesandteErkundet. In ihm sollen die Tage sich krönen, in ihm der Freund demrr eunde sein Bestes geben, in ihm Tat und Werk ihre Erfüllung finden.

Die Durchglutung aller Dinge mit dem Gegenwärtig-Göttlichen,die^gHch wirksame gewalt der liebe" ist Anfang und Ende aller gemeinschaft-lc nen Beziehungen, den Frauen in mütterlichem Opfer und umhegender

Ute, den Männern in Werk und Fehde. Die Bilder der befreundeten1?f auen sind dem inneren Schicksal, die der Männer mit ihrem Antlitz dem

u ßeren Schicksal zugekehrt. Sie treten jetzt offen vor die Gegnerschaften

er Zeit: die SprücheEinem Pater" undAn Verwey" ließen keinen Zwei-

e ' übrig, wo George stand und die Seinen stellen wollte.

"ie nächsten siebenundzwanzig Tafeln führen dies aus. Sie sind ganz dem

°den und Geiste des Vaterlandes gewidmet voll überströmenden Dan-

es für die Freuden, welche seine Gestalten und Stätten dem Wandrer und

Ucher gewährt hatten, voll drängenden Verlangens den Schutt verderbter

Geschlechter von der heiligen Erde zu räumen und den erschlafften Leib

es Volkes mit seinem feurigen Blut und Atem zu durchpulsen. Der Rhein,

tiser heimatlicher Strom, ehmals die Mitte unserer Herrschaft, dann jahr-

Ur >dertelang die Stätte unserer Schwäche und Schmach und noch immer

n Quell und Münde entfremdet in der Mitte bedroht, der Rhein, in den sich

u Zeiten der Not unsre stummen Hoffnungen senkten, der alles Gold un-

er er Träume bewahrte und uns die Dichter gebar, die wieder neu das gei-

'ge Band der Sprache um unsre zersplitterten und erniedrigten Stämme

°ben, dieser Strom, der aus Blut und Tränen immer unbesiegbar seine la-

e nden Fluren ins Licht einer neuen Hoffnung hebt, wurde George zum

e ichnis seines eigenen Geschickes. Aus ihm wird nach der Herrschaft der

"üosophie und Musik der Dichter den Deutschen die neue Krone holen

nd was die Sage geahnt ins lebendige Dasein heben, in seinen Wellen wird

tischen Prunk und drückende Plumpheit wegschwemmen, wenn erst

*) n »römischer Hauch" das träge Blut seines Volkes durchdrungen hat.

* e einstige Klarheit und Tiefe dieses Volkes, seine Größe noch im Fall,

Ine n Lichthunger noch in Qual und Schauer ruft er an den Bildern und

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