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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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Schicksal der Liebenden, seit Piaton Sternenschicksal und Macht der

Schönheit nicht mehr in solcher Einheit gefühlt worden wie imVorklang".

111 Ton dieses Anschlags schwingt die Harfe weiter, kaum hingehaucht

r uhrt sie mit dem zartesten Werben an die Bilder des Vorfrühlings und

st °hnt mit Sturm und Woge um das Unerreichbar-Geliebte, bis sie im

c «weigenden Verzicht vertönt. Aber der düstre Schauer der Heimatlosig-

eit > der in denTraurigen Tänzen" aus seellosen Höhen fiel, der hoffnungs-

° Se Stolz des Endes, der in denLiedern von Traum und Tod" verklang,

st aus diesen Bildern der Natur gewichen. Auch die unfaßliche Todmacht

at ietzt Gestalt und Namen gewonnen alsder strenge Fürst des Endes"

. er uns lächelnd entführen kann. Auch er ist einer von den Göttern und

tn Wesen nicht unterschieden von den holden Knaben, die aus Fries und

f ne wieder tanzend in die blühenden Wiesen steigen. Die tröstenden oder

drückenden Bilder erscheinen alle in der reinen Luft, die das neue Ge-

ei *nnis verwandelt hat: als seien die mythischen und geschichtlichen

c «leier der frühen Jahre unter dem Anhauch des Gottes verweht, sehen

* r Ufer und Schlucht, Park und Haus leibhafter fühlbarer in unseren Auen

14 der tiefen Mahnung des GedichtesDie Schwelle": über dem Fernen

d Möglichen nicht die lebendige Nähe, das schöne Jetzt und Hier zu

Räumen. Wasunserem tag erstarb" ist keine Lockung mehr für dieses

inende Herz, und aus den Klüften der Berge wie den magersten Fluren

Se res Landes dringt der Ruf des einen zu ihm, der ihn von früh auf trieb,

^ e m die letzten Lieder sich in unerhörtem Stolze erheben: dem alldurch-

Walt enden Gott der Liebe.

Während am Ende derGezeiten" der Gott der Liebe aus seinen natur-

ten Formen aus den verzehrenden und treibenden Leidenschaften deni,Pj a

a mmen' undWellen" als der Berauschende und Reinigende hervor-

». *» im mittelsten Ring seine Erfüllung in der Freundgemeinschaft vom

etl schen zum Menschen findet, tritt er in den drei Schlußgedichten der

.' e der" als der Hohe und Ferne als der Immerwache und Immernahe

: in die Allnatur zurück. Aber auch in dieser weitesten Form ist er

fr . 2t nicht mehr dunkle Macht, sondern das Du der Welt, aus dem alle

s ,, Gestaltungen kommen vom Strahl des Lichtabgrundes bis zum ge-

l e 0 ^ fuc hen Sein: der Traum seiner selbst im Stoffe des Lebens. Ihn füh-

^. >hn hörend auf seinem Weg und unter seinem Schutze versinken dem

] a , r auch die größten Geschehnisse des Glückes und der Trauer dieser

<J e C ' ^ m sicn neu und tiefer mit ihm zu verknüpfen nimmt er auch von

q Unmittelbaren Erlebnisse der Wende Abschied und bricht auf zu neuer

tung des immergleichen heiligen Triebs.

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