er sich an dem vom Meister verkündeten Menschenbilde maß und°rt wo seine schwächere Natur ausweichen wollte, sie einem rück-haltlosen Zwange unterwarf. Dadurch geriet sein Wesen in eine nurelten gelöste Verklammerung, die sich bei hoher Vornehmheit und Adlig-eit der Gebärden in einer Gepreßtheit der Bewegungen und bei ganzUrchgeistigtem Ausdruck des Gesichtes in starren fast maskenhaften Zü-& e n ausprägte. Selbst die Stimme schien beim Lesen wie an einem Punkte^emmt, als könnte der Atem nicht freien offenen Durchgang finden.,e se überstrenge Verhaltenheit und verschlossene Fremdheit erhieltUrc h die Unerbittlichkeit seines inneren Gesetzes eine schicksalhafte Notend oft ergriff uns Trauer vor diesem selbstgefangenen Geist, der nur ine nigen Augenblicken seiner ungewußt vor der Schönheit eines alten" a dtplatzes oder einer sonnenflimmernden Straße den engen Käfig seinesu gs durchstieß und dann die Luft mit einem Flügelrauschen füllte. Wieeu ge hatte er eine unbedingte Abneigung gegen einen bürgerlichen Be-' aber aus anderen Gründen und eher mit Verachtung jeder Unordnungde r Lebensführung. So viel geistigen Zwang er sich auferlegte, so wenigtru g er den Zwang einer Beschäftigung, deren Ausübung nur eine teil-te Forderung an ihn stellte: als sei es unwürdig einen Beruf zu betrei-n > bei dem nicht die ganze Anspannung der Kräfte in jede Werkstundegele gt sei: ein Eiferer im Dienste, aber ein Mönch ohne Kloster, ein Mar-quJ s ohne Hof.freilich war er darin auch ganz der Dichter, der um die eine Stunde dere staltung die anderen verrinnen läßt und die Kräfte bewahrt, um jedeser k in die höchste und gespannteste Form zu zwingen. Wenghöf ers Dich-ern atur hat als geschichtliche Lage die späteste Zeit der noch geschlos-ne n Bildungseinheit Europas. Das Barock und mehr noch das Rokoko8abe n ihm die Bilder für sein Fühlen und Schauen, aber seine Seelenahnena nimen nicht von der leichten tändelnden Seite jenes Jahrhunderts, son-r n von der verdeckten, von Verlaine schon wiedererschauten, wie sie unsw a aus den großäugigen Gesichtern und verhaltenen Gesten Antoineat teaus anblickt. Wohl gibt es auch da nervöses zartes farbiges Ranken-tr K aber unter der feinen Maskerade der Wenghöferschen Gestalten fühlt, an das Blut eines stärkeren Herzens kreisen, ihre Farben sind stechender* l tiger und die „Parfüme" schwüler schärfer sündiger als das übliche zier-c he Spiel der Galanten es erlaubte. Seine Gedichte, von untadliger Machen ® Sauberkeit des Griffels, haben eine räumliche Flucht von einer Un-Mündlichkeit, daß wir uns manchmal durch die dünnen Decken und ge-gten Stämme gestoßen und abwärts getragen fühlen in den dunklenaa ». dessen Wände vor Schrecken starren und Geheimnisse des Leides
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