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Stefan George und die Blaetter fuer die Kunst : dt. Geistesgeschichte seit 1890
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Bach steht sie von vornherein im Hellen, und ihr Befreitsein und Befreienv °m Dunkel ist nicht ein Aufstreben aus den heißen Tiefen erlösungsbe-dürftiger Leidenschaft, sondern ein Jenseits ihrer".

Von diesen Voraussetzungen aus kam Simmel zu dem Schluß, daß dasKunstwerk Georges mit der inhaltlichen Bedeutung des Stoffes nichts zutl »n habe, daß in ihm kein der Kunstform gegenüber selbständiger Wert mit-wirke. Wenn er dies auch im Sinne des in George erreichten Gegenpolesder Lyrik im Verhältnis zum sentimentalen oder gar naturalistischen Pola ls höchste Vollendung preist, so weist er doch als auf das Grundmotivdieser Lyrik darauf hin, daß die vollkommene Einheit von Form und Stoffn ur durch die Verbannung alles dessen aus dieser Einheit erreicht wird,Wa s nicht ihr, das heißt dem Kunstwerk als solchem dient, obwohl es ans ich vielleicht wirksame und bedeutsame Werte, etwa intellektuelle,et «ische, sinnliche, religiöse und andere sein könnten. George verkörperenur eine Idee aus unserem Wertsystem, eben den besonderen Reiz deru nstlerischen Gebilde und selbst aus der vielfachen Bedeutung des Wortes0r ge er keinen Reiz in das Kunstwerk hinein, der nicht allein aus demanzen des Kunstwerkes käme, in dem er das Wort gebraucht. Simmellr *t damit am Ende seiner Betrachtung die schwerwiegende Frage nacher Bedeutung der neuen Dichtung auf, die erst durch die Bedeutung desn "alts nachzuweisen sei, eine Frage, die nach seinen Worten mit der nacher Schönheit und Größe des eigentlich dichterischen Talentes GeorgesUs ammenfällt. Wenn Simmel auch die Lösung dieser Frage nicht unter-n nnmt, so deutet er doch an, daß die Bedeutung Georges als Künstler überSe mer besonderen Bedeutung als Dichter stehe, daß bei ihm vielleicht dieAusbildung und die Vertiefung des allgemeinen Elementes Kunst die be-sondere Artung, die differentia specifica überrage, die aus demKünstlerÜD erhaupt" den Dichter macht. Bedenkt man, daß den Dichtern der An-llc e, des Minnesangs, der Renaissance und der romanischen Länder, ja} e dem Dichter eines Landes, wo eine dichterische Überlieferung herrscht,J e ne von Simmel an George besonders aufgewiesenen neuen FormwerteSe lbstverständliche Forderungen sind, ja daß wie Simmel selbst an einertel le bemerkt, dies von ihm herausgeschälte Prinzip der Georgeschen Dich-, Un g ein in aller Dichtung von jeher wirksames Kunstmoment gewesenst > das George gegenüber dem Naturmoment nur zu unbedingterer Rein-st und Herrschaft führte, so sieht man, daß Simmel vor der Untersuchunger wesentlichen Frage halt gemacht hatte. Sein Entdeckungseifer für dasästhetische Problem hatte ihm die Sicht auf die Gehalte der Dichtung ver-ec kt, und als Simmel kurz nach der Abfassung des Aufsatzes George in°m traf und durch einige Angriffe von Freunden gereizt sich beim Dichter

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