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Melchior Lechter
Entstehung
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nächst vonden Detail-zeichnun-gen zu sei-nen kunst-gewerbli-chen Arbei-ten absehen,die die Freu-de jedesausführen-den Hand-werkerssind und unszu den Vor-studien (vgl.Abb. S. 1;zw. SS. 8 u.9; S. 15; SS.

19 — 21; S.29;S.32;S.36; S. 41;S. 43) undden Kartons(vgl. Abb. S.2—3; SS. 4—5; zw. SS.

20 und 21)seiner Tem-pera- und

Glasgemäl-de wenden,sind es vorallem die

Gewand und Körperstudien, die uns immer von neuem die gleichmässige Sorgfalt undStrenge der Lechterschen Hand bewundern machen. Der klare und zugleich grosseZug der Umrisse ist mit einer Folgerichtigkeit durchgeführt, die wir in Deutschlandnur an den grossen Meistern des hohen Mittelalters kennen. Wo ein Inneres Gesichtdes zu Schaffenden den Künstler schon erfüllt, wird die Form des Kopfes manchmalzu einem rein flächenhaften Kontur vereinfacht, der doch Leben und Geist des ganzenMenschen in sich getrunken hat. Soll aber das Körperliche modelliert werden, ist es mitum so grösserer Liebe durchbildet: die Striche des Zeichenstiftes folgen den Formen

MELCHIOR LECHTER: PRÄLUDIUM ZU: „STEFAN GEORGE, DER SIEBENTE RING" 1907