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flüchtigen Eindruck der äusserenDinge, der bald in die Weite, baldin die Enge strebte, sondern einstetes Bemühen, in den Teilenden Organismus wieder aufzu-bauen, der lebendig ergriffenenBewegung in der Linie ein neuesLeben zu geben und den Zauberder räumlichen Natur in demneuen Zauber der Fläche nach-zuschaffen.
Man verstehe darunter freilichnicht die „Nachahmung der Na-tur", die in den neunziger Jahren,als man sich zu dem Ruf verstieg:Gott in jedem Schmutze undKunst in jeder Strassenpfütze!das öffentliche Schlagwort allerKünste wurde. Melchior Lechterwusste, dass man die Natur indiesem Sinne nicht nachahmen,nicht für das Lebendig-Bewegteden Schein des Lebendig-Be-wegten setzen kann und dassnach einem Worte Goethes„Kunst darum Kunst heisst, weilsie nicht Natur ist" und die Wer-ke der Kunst ihr sonderes Lebenerst vom Künstler erhalten. Mitder steigenden Präzision derStudien nach der Natur ist auchdie strenge Härte der Lechter-schen Linie gewachsen, welchevoller Schroffen und Kanten den-noch in einem unaufhaltsamenZuge läuft und jedes Gebilde mitder Festigkeit eines männlichenWillens sicher umreisst. Erst mitdieser gesicherten Führung derLinie ist Melchior Lechter an dieVorstudien seiner grossen Aufga-ben gegangen, und wenn wir zu-
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lechter:
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EIN GLAS-GEMÄLDE
1907